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10.12.2016 - 20:42
Foto: AP/Burhan Ozbilici

Angriff auf Israels Botschaft in Ankara vereitelt

21.09.2016, 19:12

Ein Angriff auf die israelische Botschaft in Ankara ist laut Angaben des Außenministeriums in Jerusalem vereitelt worden. Ein mit einem Messer bewaffneter Attentäter sei durch Schüsse eines Wachmanns verletzt und wenig später verhaftet worden, teilte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch mit. Es sei dem Attentäter nicht gelungen, sich der Botschaft weiter zu nähern.

Ersten Erkenntnissen zufolge sei der Mann offenbar geistig verwirrt gewesen. Laut Angaben der Polizei rief der Angreifer "Allahu Akbar" (Gott ist groß), Hinweise auf Verbindungen zu einer militanten Gruppe gebe es allerdings nicht, hieß es. Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums teilte mit, dem Botschaftspersonal sei nichts passiert, der Angreifer habe es nur in den äußeren Bereich der diplomatischen Einrichtung geschafft.

Israelische Botschaft dankt für "professionellen Einsatz"

Die israelische Botschaft teilte auf ihrer Facebook- Seite mit, der Angreifer sei von einem türkischen Beamten angeschossen und am Bein getroffen worden. Sie dankte der örtlichen Polizei für den "professionellen Einsatz".

Dem türkischen Sender NTV zufolge fand das israelische Botschaftspersonal Zuflucht in einem Schutzraum. Die Zeitung "Hürriyet" berichtete, der Mann habe "Ich werde den Nahen Osten verändern!" gerufen, als er sich der Botschaft näherte. Der Polizei gegenüber habe er seinen geplanten Angriff später damit begründet, er habe das "Blutvergießen im Nahen Osten stoppen" wollen. In der Vergangenheit hatte es mehrfach Drohungen gegen Botschaften in der Türkei gegeben.

Alarmbereitschaft in ausländischen Botschaften

Viele ausländische Vertretungen in der Türkei sind derzeit in Alarmbereitschaft, nachdem es heuer eine Reihe von Angriffen gegeben hatte, die Dschihadisten und militanten Kurden zugerechnet wurden. Die britische Botschaft in Ankara war am vergangenen Freitag aus Sicherheitsgründen geschlossen geblieben, die deutsche Botschaft war nur eingeschränkt erreichbar. Grund dafür waren offenbar Anschlagsdrohungen.

Foto: AP/Burhan Ozbilici

Im März hatte ein Selbstmordattentäter auf der Istanbuler Einkaufsstraße Istiklal vier Menschen mit in den Tod gerissen, unter ihnen drei Israelis. Das vierte Opfer stammte aus dem Iran. Laut Angaben der türkischen Regierung hatte der Attentäter Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat gehabt. Israel und die Türkei hatten sich erst kürzlich nach jahrelanger diplomatischer Eiszeit wieder einander angenähert.

21.09.2016, 19:12
AG/red
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