Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
26.04.2017 - 14:14
Foto: AFP

Afghanistan: 50 Tote bei Angriff auf Militärbasis

21.04.2017, 20:08

Bei einer Attacke der radikalislamischen Taliban auf einen Armeestützpunkt sind im Norden Afghanistans mindestens 50 Menschen getötet worden. Mindestens 76 seien verletzt worden, als die Aufständischen die Militärbasis in der nördlichen Provinz Balch am Freitag stürmten, sagte ein Sprecher der Armee. Die etwa zehn Angreifer hatten sich als Soldaten verkleidet.

Alle Extremisten bis auf einen, der festgenommen wurde, seien nach stundenlangen Feuergefechten erschossen worden, sagte der Sprecher. Die Zahl der Toten könne noch steigen, weil afghanische Sicherheitskräfte das Gelände nach dem Ende der Gefechte immer noch absuchten. Ein Abgeordneter im Regionalparlament, Sabihullah Kakar, berichtete von 66 Todesopfern.

Die Taliban waren den Worten des Abgeordneten zufolge mit drei Militärfahrzeugen vorgefahren und hatten am Eingangstor eine Rakete gezündet, um sich Zugang zu verschaffen. Ihr erstes Ziel sei eine Moschee gewesen, in der sich Militärangehörige zum Freitagsgebet versammelt hätten.

Foto: AFP

Österreichische Gebirgsjäger in der Nähe stationiert

Der Stützpunkt liegt nur wenige Kilometer von der Provinzhauptstadt Mazar- i-Sharif entfernt, wo auch drei österreichische Gebirgsjäger im Rahmen einer internationalen Ausbildungsmission stationiert sind. Die Basis sei wieder unter Kontrolle der afghanischen Sicherheitskräfte, hieß es weiter. Einer der Angreifer sei mit einer Sprengstoffweste gefasst worden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Kabul. Taliban- Sprecher Sabihullah Mujahid sprach von mehr als 100 getöteten Soldaten. Die Taliban geben aber meist deutlich überhöhte Opferzahlen an.

Angehörige der in Mazar- i-Sharif stationierten internationalen Truppen kamen nach deutschen Armeeangaben nicht zu Schaden. Im Camp Shahin sind im Rahmen des NATO- Einsatzes "Resolute Support" (RS) rund 70 ausländische Militärberater tätig, darunter auch deutsche Soldaten. Auf einem NATO- Stützpunkt am anderen Ende der Stadt sind etwa 1600 Soldaten aus 20 Nationen stationiert, darunter seit Oktober auch Bundesheersoldaten.

Foto: AP

Schwerer Anschlag auf Konsulat im November

Die Taliban hatten im November bereits einen schweren Anschlag auf das deutsche Generalkonsulat in Mazar- i-Sharif verübt. Damals fuhr ein Selbstmordattentäter mit einem mit Sprengstoff beladenen Lastwagen in die Außenmauer des Komplexes, die durch die Wucht der Explosion zerstört wurde. Durch den Anschlag wurden mehrere Afghanen getötet und mehr als 120 verletzt. Die Mitarbeiter des Konsulats blieben unversehrt.

Redaktion
krone.at
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum