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26.06.2017 - 01:19
Im Mittelmeer gerettete Flüchtlinge warten auf einem Schiff vor Palermo, bis sie an Land dürfen.
Foto: AFP

6000 Flüchtlinge in zwei Tagen im Meer gerettet

07.05.2017, 10:02

Bei Dutzenden Einsätzen sind im Mittelmeer binnen zwei Tagen rund 6000 Flüchtlinge gerettet worden. Italien rechnet mit weiteren Ankünften: Einerseits würden seit einiger Zeit wieder mehr Menschen versuchen, auf dem Wasserweg nach Europa zu gelangen, andererseits wisse man bereits, dass auch im Laufe des Sonntags mehrere Schiffe in sizilianischen Häfen eintreffen werden. Die Küstenwache habe Hilferufe erhalten.

Etwa 3000 Flüchtlinge wurden nach Angaben der italienischen Küstenwache am Samstag von Schiffe der Marine, der Küstenwache, der EU- Grenzschutzbehörde Frontex und von Nichtregierungsorganisationen geborgen, ebenso viele waren am Freitag gerettet worden.

Im Mittelmeer gerettete Flüchtlinge warten auf einem Schiff vor Palermo, bis sie an Land dürfen.
Foto: AFP

Die libysche Küstenwache rettete nach eigenen Angaben am Samstag etwa 170 Flüchtlinge aus Seenot, musste ein zweites Flüchtlingsboot jedoch aus Mangel an Personal und Schiffen seinem Schicksal überlassen. Libysche Fischer bargen weitere 371 Menschen von Schlauchbooten aus dem Meer.

Flüchtlingsboot überfallen und ausgeraubt

129 von ihnen waren zuvor von Angreifern überfallen und ausgeraubt worden , wie ein Sprecher der libyschen Marine berichtete. Da die Angreifer auch den Außenbordmotor des Bootes mitnahmen, trieb das Gefährt stundenlang auf dem Meer, bis ein Fischer es entdeckte und zu Hilfe kam.

Wieder mehr Menschen versuchen ihr Glück über das Meer

Seit einiger Zeit versuchen wieder mehr Menschen, in zumeist kaum seetüchtigen Booten über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Nach Angaben des UN- Flüchtlingshilfswerks UNHCR erreichten allein im ersten Quartal dieses Jahres bereits mehr als 24.000 Flüchtlinge von Libyen aus Italien. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 18.000 Menschen gewesen. Von der libyschen Küste bis nach Italien sind es rund 300 Kilometer.

Die Flüchtlingscamps in Italien sind heillos überfüllt - vor allem im Süden des Landes.
Foto: AFP

Flüchtlingseinrichtungen in Italien heillos überfüllt

Angesichts der neuen Flüchtlingswelle aus Nordafrika bemüht sich das Innenministerium in Rom, die Zahl der Unterkünfte für Asylsuchende aufzustocken. Nach den massiven Flüchtlingsankünften der vergangenen Wochen sind alle Flüchtlingseinrichtungen in Italien heillos überfüllt. Das Ministerium, das im Gesamtjahr 2017 mit mehr als 200.000 Migranten rechnet, macht Druck auf die Gemeinden, um Lösungen für die Flüchtlinge zu finden. Derzeit versorgt Italien 177.000 Migranten.

Redaktion
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