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06.12.2016 - 23:49
Foto: AP, Kronen Zeitung / Video: YouTube.com

30 Jahre Tschernobyl: Horror ohne Ende

26.04.2016, 06:00

Geheimniskrämerei, Vertuschung und Lügen: Von Anfang an bagatellisierte die Sowjetunion das Ausmaß der Tschernobyl- Katastrophe, die sich am Dienstag zum 30. Mal jährt. Sogar mit manipulierten Fotos will man die Welt täuschen. In Österreich nimmt man die Bedrohung anfangs nicht ernst: Schließlich steht eine Bundespräsidentschaftswahl bevor...

26. April 1986, 1.23 Uhr
Tschernobyl: Es ist ein kleines Experiment, das die Explosion im Reaktorblock 4 des AKWs Tschernobyl auslöst. Die Strahlung, die aus dem Atommeiler dringt, ist 40- mal höher als jene nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki im Zweiten Weltkrieg. Schichtleiter Aleksandr Akimov beschwichtigt drei Stunden später: "Reaktor intakt!" Daher wird selbst die nächstgelegene Stadt Prypjat mit 50.000 Einwohnern nicht evakuiert.

Wien: Niemand ahnt etwas vom Drama. Österreich freut sich über Arnold Schwarzeneggers Hochzeit und trauert um SOS- Kinderdorf- Vater Hermann Gmeiner.

27. April 1986, 8 Uhr
Tschernobyl: Von Hubschraubern aus werden Tonnen von Blei und Sand auf das brennende AKW geschüttet. Mit 1000 Bussen beginnt endlich die Evakuierung von Prypjat. Der Kreml verhängt eine Informationssperre.

Wien: SPÖ und ÖVP mobilisieren für das Finale um die Hofburg- Wahl zwischen Kurt Steyrer und Kurt Waldheim. Von der AKW- Katastrophe weiß man noch immer nichts.

Noch mehr Infos und Berichte am Dienstag in ihrer Kronen Zeitung!

28. April 1986
Forsmark, 9 Uhr: Alarm im 1200 Kilometer von Tschernobyl entfernten schwedischen AKW Forsmark wegen erhöhter Radioaktivität. Messungen zeigen: In der Sowjetunion muss etwas passiert sein.

Tschernobyl, 21 Uhr: Moskau gesteht gegenüber der Weltöffentlichkeit ein: "Ein Reaktor wurde beschädigt."

Der neu abgedichtete Reaktor heute
Foto: APA/THOMAS SCHMIDT

29. April 1986, 8 Uhr
Tschernobyl: Die Sowjets sprechen von zwei Opfern. Tatsächlich gibt es bereits Hunderte Strahlenopfer.

Wien: Die "Krone" titelt: "Schweres Unglück in Sowjet- Kraftwerk"

30. April 1986, 12 Uhr
Tschernobyl: Im Sowjet- TV wird ein AKW- Foto gezeigt - es ist manipuliert, um das Ausmaß des Schadens zu verschleiern.

1. Mai 1986
Moskau und Wien: Kreml- Chef Michail Gorbatschow nutzt den Mai- Aufmarsch, "um Panik zu verhindern" - die SPÖ für die Hofburg- Wahl...

26.04.2016, 06:00
Christoph Matzl, Kronen Zeitung
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