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26.05.2017 - 00:13
Foto: DPA, AFP, AP

3 Amokfahrten in nur 18 Stunden - Toter, Verletzte

26.02.2017, 17:43

Gleich drei Amokfahrten überschatten die Karnevalsfeiern auf der Welt. Erst raste im deutschen Heidelberg ein Student mit einem Mietauto in eine Menschenmenge. Dann fuhr ein Alkolenker in der US- Stadt New Orleans in einen Karnevalsumzug. Wenige Stunden später raste auch in London ein Wagen in eine Gruppe Fußgänger.

Die Amokfahrt des Studenten im deutschen Heidelberg am Samsatg um 16 Uhr hat die Angst vor gezielten Anschlägen in die Köpfe der Menschen zurückgebracht.  Die Ermittler suchen weiter nach dem Motiv. Polizisten hatten den mit einem Messer bewaffneten 35- Jährigen auf seiner Flucht zu Fuß mit einem Bauchschuss gestoppt. Er liegt im Spital und äußerte sich in ersten Vernehmungen nicht zur Amokfahrt, die einem Mann (73) das Leben kostete. Zwei Österreicher, ein 32- Jähriger und eine 29- Jährige, kamen mit leichten Prellungen davon.

Foto: AP

28 Verletzte in New Orleans

Kurz drauf raste ein offenbar betrunkener Lenker in New Orleans in die Zuschauer eines Karnevalumzugs.  28 Personen wurden verletzt, fünf von ihnen schwer. Das jüngste Opfer ist drei Jahre alt. Der Alkolenker wurde verhaftet. Laut Polizei gebe es keinen Hinweis auf einen Terroranschlag.

Foto: AP

London: Fünf Passanten von Alkolenker gerammt

Sonntagfrüh kurz nach neun Uhr kam es dann auch in London zu einem ähnlichen Vorfall.  Scheinbar auch betrunken, prallte ein Mann im Südosten der britischen Hauptstadt mit seinem Wagen erst gegen eine Wand und stieß dann mit Passanten zusammen. Fünf Menschen wurden verletzt. Der Fahrer wurde festgenommen.

Foto: AFP

Erinnerungen an Nizza und Berlin

Die Vorfälle erinnern an die schrecklichen Terroranschläge im Vorjahr: Im Juli war Mohamed Lahouaiej Bouhlel in Nizza mit einem Lkw durch eine Menschenmenge gerast. 86 Personen wurden getötet. Im Dezember lenkte Attentäter Anis Amri einen gestohlenen Lkw durch einen Weihnachtsmarkt vor der Berliner Gedächtniskirche. Elf Menschen starben, weitere 55 wurden verletzt.

In Deutschland finden unterdessen die Karnevalsfeiern unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen statt. Die Polizei erhöhte ihre Präsenz in diesem Jahr: Es gebe zwar keine konkreten Hinweise auf eine Gefährdung, dennoch rüste man sich für denkbare Ereignisse.

Ed Ricker, Kronen Zeitung

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