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25.02.2017 - 04:01
Viele ältere Taxifahrer oder sogar Pensionisten sitzen am Steuer, Nachwuchs fehlt oft.
Foto: Christof Birbaumer

Tiroler Taxibranche sucht händeringend Lenker

16.02.2017, 22:42

Die Taxis stehen in Reih und Glied auf dem Betriebsgelände doch die nötigen Fahrer fehlen! Viele Tiroler Unternehmen kämpfen gerade in der Hochsaison mit akutem Lenkermangel.  Branchenvertreter betonen die relativ gute Bezahlung und geordnete Arbeitszeiten. Doch auch bei Arbeitslosen werde man kaum fündig . . .

"Wir könnten in der Nacht zehn Fahrzeuge betreiben  aber wir haben nicht mehr als sechs oder sieben Fahrer", sagt Elisabeth Freund, Seniorchefin von Taxi Kröll in Mayrhofen. Man verfüge zwar über einen soliden Grundstock an langjährigen Lenkern, doch sonst seien kaum verlässliche Fahrer zu bekommen. An der Bezahlung könne es laut Freund nicht liegen: "Wer einige Zeit dabei ist, kommt sicher auf 1600 Euro netto, dazu kommt das Trinkgeld". Fünf- Tage- Woche und 14 Monatsgehälter seien selbstverständlich.

Kaum Interesse von Inländern

Eine andere Taxi- Firmenchefin sagte zur "Krone": "Wenn überhaupt, dann melden sich auf Annoncen nur Ausländer. Für viele junge Einheimische ist es ein Problem, wenn sie Samstag oder Sonntag arbeiten müssen. Doch gerade da läuft unser Hauptgeschäft." Bei den Tiroler Branchenvertretern liefen zuletzt die Telefone heiß. "Ich suche einen Fahrer, finde aber keinen", meldeten sich viele bei Taxi- Obmann Fritz Jäger. Dieser stöhnt: "Angesichts hoher Arbeitslosigkeit ist das unvorstellbar."

Vorurteile gegen Beruf sind oft überholt

Hinterm Steuer sitzen oft Aushilfen oder Pensionisten. Doch Rentner müssen mit dem Zuverdienst aufpassen, sonst nimmt ihnen der Staat wieder Geld weg. Taxi- Obmann Jäger sieht ein Image- Problem: "Viele meinen noch immer, dass unser Job aus stundenlangem Warten am Standplatz besteht, doch das ist vorbei. Wir haben viele neue Geschäftsbereiche erschlossen. Ob Flughafentransfer, Krankentransport, Schülerbeförderung oder Seniorentaxi. Es dürfte für jeden Lenker das Passende dabei sein."

Andreas Moser, Kronen Zeitung

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