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28.06.2017 - 18:27
Foto: Kaspersky

Kids im Web vor Gaunern und Psychoterror schützen

20.03.2017, 23:10

Getuschel im Klassenzimmer, ein Streit auf dem Schulhof - wer kennt das nicht! Doch der Ort der Auseinandersetzung verlagert sich bei Schülern immer mehr ins Internet! Dort wird hemmungslos gestichelt, gedemütigt und gedroht. Und dies sind längst nicht die einzigen Gefahren, die im Web lauern. Ein Präventionsprojekt soll jetzt Kids zwischen acht und zehn Jahren einen verantwortungsvollen Umgang mit WhatsApp, Facebook, Instagram und Co. vermitteln.

Es macht vieles leichter - doch das grenzenlose Surfen im Internet birgt auch seine Gefahren. Cybermobbing, Grooming (die Anbahnung sexueller Kontakte im Internet) oder schlicht Abzocke es gibt viele Gefahren, die online auf Kinder lauern. Und die kriminellen Handlungen im Netz werden immer mehr wie die aktuelle Kriminalitätsstatistik zeigt. "Im Vergleich zu 2015 ist im Vorjahr die Internetkriminalität österreichweit um rund 30 Prozent gestiegen. In Tirol immerhin um etwa 20 Prozent", weiß Landespolizeichef Helmut Tomac.

Bereits 90 CyberKids- Betreuer in Tirol

Um die Kinder im Alter zwischen acht und zehn Jahren besser vor Mobbing, Gaunereien und anderen kriminellen Machenschaften im World Wide Web zu schützen, wurde nun von Seiten der Exekutive in Zusammenarbeit mit den Landesschulräten das Projekt "CyberKids" entwickelt. 459 Polizeibeamte wurden dafür in ganz Österreich als Betreuer ausgebildet. "Wir sind dabei federführend", freut sich Bildungslandesrätin Beate Palfrader. "In Tirol gibt es nämlich schon 90 CyberKids- Betreuer."

Wissen über sicheren Umgang fehlt meist

Wie wichtig der verantwortungsvolle Umgang mit dem Internet ist, zeigen auch die Fragen, mit denen die Beamten konfrontiert werden. "Stimmt es, dass jemand wissen kann, was ich heruntergeladen oder angeschaut habe?", wollte etwa ein Mädchen wissen. Ein Schulfreund erzählte: "Ich habe einmal ein Computerspiel runtergeladen, und dann musste ich plötzlich zehn Euro zahlen." Zwar haben fast alle Kinder ein Handy und sind täglich online, doch das Wissen über den sicheren Umgang fehlt meist.

Prävention bevor etwas passiert

Um die Inhalte altersgerecht aufzuarbeiten, wurde auch ein Handbuch als Unterstützung im Umgang mit dem Internet erstellt. "Wir haben begonnen, Kinder über Risiken im Verkehr zu informieren, nachdem es viele Unfälle gab. Mit den CyberKids wollen wir Präventionsarbeit leisten, bevor etwas passiert", erklärt dazu Tirols oberster Verkehrspolizist Markus Widmann.

Samuel Thurner, Kronen Zeitung

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