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10.12.2016 - 13:09
Helmut Rosenthaler mit "Maxeline": Seit 20 Jahren "hilft" sie beim Ausbrüten verlassener Eier.
Foto: Jügen Radspieler

Zu Besuch beim Storchenvater in der Steiermark

22.07.2016, 07:27

Sie sind noch namenlos, entwickeln sich aber prächtig und werden bald "abheben": jene Storchenbabys, deren Vater totgeschossen worden ist .

Der Fall erschütterte eine Menge Tierfreunde aus ganz Österreich.:Ein Schütze hatte herumgeballert, dabei aus einem Nest einen Storch rausgeschossen; das männliche Tier starb kurz darauf. Übrig geblieben waren die Mutter und zwei Babys; ein echtes Drama und eigentlich Todesurteil für den Nachwuchs. "Denn ein einzelnes Elterntier kann die Jungen unmöglich allein versorgen", weiß Helmut Rosenthaler. "Weil es auf Futtersuche geht, was lange dauern kann, und dann fallen die schutzlosen Winzlinge Feinden zum Opfer."

Das sind die beiden Storchenbabys, deren Vater von einem Schützen aus dem Nest geschossen worden ist
Foto: Jügen Radspieler

Helmut Rosenthaler weiß alles, was man nur wissen kann, über diese Tiergattung; er ist bekannt als der Storchenvater von Tillmitsch, der trotz aller Widrigkeiten (vor allem Jäger machen ihm und seinen Schützlingen Probleme…) seine Winzlinge aufzieht. Solche, die verletzt oder verlassen sind oder auch aus den Nestern geworfen wurden. "Das waren heuer leider viele", sagt der Fachmann.

Überleben wird immer schwieriger

Dazu gibt es mehrere Theorien. Zum einen scheint die Nahrung für die Tiere durch Düngemittel etc. schon vielfach ungenießbar. Zum anderen machen das die Elterntiere, wenn sie das Überleben der Kleinen nicht gesichert sehen; weil es zu trocken ist, womit in Folge nicht genug Frösche und andere Nahrung zu finden sein werden.

Foto: Jügen Radspieler

Zurück zu den Storchenbabys: Ihr echter Vater ist tot, dass sie leben, verdanken sie dem Storchenvater! Und sie entwickeln sich prächtig: "In 14 Tagen sollten sie flugfähig sein", so der Steirer. Das schauen sich elternlose Junge von älteren Artgenossen ab. Wenn alles klappt, macht sich das Duo Mitte August auf ins afrikanische Botswana. "Dort bleiben sie, bis sie geschlechtsreif sind, so drei, vier Jahre. Dann kommen sie zurück."

Impressionen aus der Station in Tillmitsch - Mutterliebe
Foto: Jügen Radspieler

So können Sie helfen

Rosenthaler leistet grandiose Arbeit. Künftig auf einem Areal, auf dem er und seine Schützlinge unbehelligter bleiben sollten… Für den Ausbau ist aber dringend Geld nötig! Spendenkonto für den Storchenverein: IBAN: AT9838 206 000000 37226.

22.07.2016, 07:27
Christa & Eva Blümel, Kronen Zeitung/red
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