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08.12.2016 - 11:50
Foto: Otto Loitfellner

Zahmer Hirsch in Rauris vor dem Abschuss gerettet

31.07.2014, 09:04
Wochenlang ist ein Hirsch ohne jede Scheu durch Rauris in Salzburg spaziert. Jäger haben ihn nun vor dem Abschuss gerettet. Der Zwanzig-Ender wurde mit dem Narkosegewehr betäubt, jetzt ist er in einem Gehege.

Die Rauriser hatten sich bereits an ihn gewöhnt: Seit Wochen spazierte ein prächtiger, etwa sechs Jahre alter Hirsch ganz ungeniert durch den Ort: "Er zeigte überhaupt keine Scheu", so Hegemeister Otto Loitfellner: "Das Tier stöberte auch im Ortsteil Wörth in den Gärten, naschte vom Gemüse und jausnete die süßen Erdbeerfelder ab." Viele Rauriser waren aber besorgt über das seltsame Verhalten des ungeraden Zwanzig- Enders.

"Wir Jäger haben auch ein Herz für Tiere"

Jagdleiter Günter Hauser: "Weil der Hirsch seelenruhig auch auf der viel befahrenen Straße spazierte, bestand die Gefahr, dass es zu einer gefährlichen Kollision mit einem Pkw kommen könnte, der kapitale Hirsch wurde für alle zum Sicherheitsrisiko." Hegemeister Otto Loitfellner: "Wir wollten einmal zeigen, dass es uns Jägern nicht immer nur um den Abschuss geht, sondern dass wir sehr wohl auch ein großes Herz für Tiere haben und den Hirsch retten."

Hirsch ins Wildgehege nach Bruck gebracht

Otto Sommerauer, Hans Pirchner, Stefan Loitfellner und Günter Hauser konnten den Hirschen betäuben. "Er war nach der Narkotisierung nur leicht benommen, worüber wir ganz froh waren", lacht Hauser: "Denn wir hätten ihn nicht einmal zu viert tragen können." Ohne Widerstand ließ sich der Zwanzigender am Geweih in einen Vieh- Transporter dirigieren. Anschließend überstellte man ihn in ein Wildgehege nach Bruck. Günter Hauser: "Jetzt wird das Blut des Hirschen untersucht. Vielleicht finden wir ja da die Erklärung für das außergewöhnliche Verhalten des Tieres."

31.07.2014, 09:04
Wolfgang Weber, Kronen Zeitung/red
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