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08.12.2016 - 04:49
Foto: Florian Kainz

Wiener WTV fordert Schonzeiten für alle Wildtiere

25.05.2016, 09:55

Der Wiener Tierschutzverein (WTV) verleiht seiner Forderung nach Schonzeiten für alle Wildtiere erneut Nachdruck und hat eine Petition dazu ins Leben gerufen. "Das Bundestierschutzgesetz verbietet das grundlose Töten von Tieren. Dennoch enthalten diverse jagdrechtliche Bestimmungen, etwa im niederösterreichischen Jagdrecht, für etliche Wildtiere überhaupt keine Schonzeiten", sagt WTV- Präsidentin Madeleine Petrovic.

Dies betrifft etwa Wildschweine, Füchse, Marderhunde, Waldiltisse, Steinmarder, Wildkaninchen, Waschbären sowie Wiesel, die zu jeder Jahreszeit geschossen werden dürfen. Das wirkt sich besonders fatal auf die Jungtiere aus, die ohne Mutter qualvoll und langsam an Hunger, Durst oder Kälte sterben.

"Kettenreaktion der Unvernunft"

Die Antwort der Jagd- Verantwortlichen: Anständige Jägerinnen und Jäger würden das ohnehin nicht tun. "Wenn es ohnehin nicht geschieht, dann könnte es doch gleich verboten werden. Leider gibt es aber genügend Belege, dass Muttertiere auch im Frühjahr gejagt und getötet werden. Und die kleinen Raubtiere werden als Konkurrenz bei der Jagd auf andere Tiere gesehen", so Petrovic. Gerade die kleinen Raubtiere des Waldes seien aber enorm wichtig, um den Bestand an Nagern zu kontrollieren und gesund zu halten. "Aber gegen Mäuse und Ratten wird dann eben vermehrt Gift eingesetzt. Die Kettenreaktion der Unvernunft geht weiter", so Petrovic.

Petition jetzt unterzeichnen

Daher fordert der WTV mit der Petition eine Abänderung des Bundestierschutzgesetzes, welche das Töten von Wildtieren in jenen Zeiten verbietet, in denen sie Junge zu versorgen haben. "Wir im WTV meinen, dass es keine Schonzeiten für Unmenschlichkeit, Brutalität und mutwillige Zerstörung des natürlichen Gleichgewichts geben sollte. Wir bitten daher die Bevölkerung, unsere Petition  zu unterstützen", so Petrovic.

25.05.2016, 09:55
red
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