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20.02.2017 - 08:42
Foto: APA/Roland Schlager / Video: APA

Wiener Forscher testen den "IQ" von Hunden

03.09.2012, 15:35
Wie intelligent sind Hunde? Diese Frage zu beantworten sei schwierig, weil dies von einzelnen Individuen abhänge, betont Ludwig Huber vom Messerli-Forschungsinstitut an der Veterinärmedizinischen Universität Wien. "Es gibt natürlich ein gewisses genetisches Potenzial, aber das herauszufinden, wird noch lange dauern." Der Hund habe bisher jedenfalls "schon viele mit seinen Fähigkeiten überrascht", gleich ob man das als "intelligent" oder nicht bezeichne, wobei dieser Begriff schon beim Menschen umstritten sei.

Es stehe außer Frage, dass Hunde ein hohes Potenzial für nonverbale Kommunikation und Interaktion mit Menschen hätten. Wie viel davon ein Erbe aus seiner Wolfsnatur und wieviel davon Resultat der Domestikation sei und welche Rolle die individuelle Erfahrung eines Tiers spielt, sei schwierig abzuschätzen. Jedenfalls sei der Hund "ein Kulturwesen, da kommt sehr vieles an Erfahrung, Individualität, Aufzucht etc. dazu", so Huber.

"Clever Dog Lab" erforscht Hunde- "IQ"

In acht Forschungsbereichen wollen die Wissenschaftler des neuen "Clever Dog Lab" die kognitiven und emotionalen Fähigkeiten von Hunden untersuchen:

  • "Soziale Kognition": Dabei steht die Beziehung zwischen Hunden untereinander sowie zwischen Hund und Mensch auf dem Prüfstand. "Wie werden Gemeinschaften gebildet, woraus bestehen diese, welche Regeln werden da aufgebaut?", sind laut Huber Fragen in diesem Zusammenhang. Zudem sollen auch die Mechanismen der Nachahmung erforscht werden.
  • "Physikalische Kognition": Derzeit geht man laut Huber vielfach davon aus, dass der Hund durch die Domestikation im sozialen Bereich Fähigkeiten dazugewonnen, bei der physikalischen, technischen Kognition aber Fähigkeiten verloren habe. Die Forscher wollen überprüfen, ob dieser angebliche Verlust vielleicht nicht aus der Domestikation, sondern aus dem individuellen Leben der Tiere resultiert.
  • "Wahrnehmung": Wie gut ist die visuelle Wahrnehmung eines Hundes, wie verwenden Hunde akustische Informationen, anhand welcher Gesichtsmerkmale erkennen Hunde ihren Besitzer - solche und viele weitere Fragen werden u.a. mit Versuchen an Touchscreens untersucht, die die Hunde mit ihrer Schnauze steuern müssen.
  • "Individuelles Lernen und logisches Denken": Hier geht es um Denksportaufgaben wie Zählen, die Abschätzung von Mengen oder logische Schlussfolgerungen. So sieht etwa ein Versuch zum logischen Denken aus: Unter einem von zwei Bechern ist Futter versteckt - schafft ein Hund es, zu folgern, dass sich das Futter unter dem zweiten Becher befindet, wenn der erste leer ist?
  • "Beziehung und Kooperation": In diesem Forschungsfeld geht es um Beziehungen zwischen Artgenossen und zum Menschen, etwa die Frage, ob auch Hunde auf ungleiche Behandlung reagieren, also so etwas wie Fairness kennen. Auch die kognitiven Fähigkeiten hinter den Leistungen von Hunden in der Zusammenarbeit mit Menschen sollen erforscht werden.
  • "Persönlichkeit": Die Forscher wollen etwa wissen, wie die Persönlichkeit eines Hundes seine kognitiven und emotionalen Fähigkeiten beeinflusst, wie stabil solche Persönlichkeitsmerkmale sind und ob es Zusammenhänge zwischen Persönlichkeitsmerkmalen des Besitzers und des Hundes gibt.
  • "Mensch- Tier- Beziehung": Hunde reagieren äußerst geschickt auf subtile Zeichen des Menschen. Die Wissenschaftler untersuchen unter anderem den bewussten und unbewussten Einfluss der Hundebesitzer auf ihre Tiere oder wie menschliche Kommunikation das soziale Lernen von Hunden beeinflusst.
  • "Empathie und Emotion": Gibt es Empathie bei Hunden, und wenn ja, können sie sich dann in andere Individuen hineinversetzen, so wie der Mensch, "oder handelt es sich um eine eher niedrigere Form, eine emotionale Ansteckung auf niedrigem Niveau, etwa ansteckendes Gähnen?", so Huber, der solchen und ähnlichen Fragen in diesem Forschungsbereich nachgehen will.

03.09.2012, 15:35
AG/red
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