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08.12.2016 - 21:39
Der illegale Welpenhandel boomt - vor allem im Internet.
Foto: Vier Pfoten

Wien: Testkäufer lassen Welpenhändlerin auffliegen

13.05.2014, 14:27
Testkäufer der Stadt Wien haben am Montag im Bezirk Favoriten eine Welpenhändlerin hochgehen lassen. Die Frau hatte über die Online-Plattform willhaben.at einen neun Wochen alten Spanielwelpen mit ungarischem Impfpass um 179 Euro angeboten. Beim vereinbarten Termin in der Wohnung der Frau erhärtete sich der Verdacht, dass es sich um ein illegales Geschäft handelte. Die bereits zuvor verständigte Polizei nahm die Frau mit aufs Revier, der Spanielwelpe wurde konfisziert und ins Wiener Tierschutzhaus gebracht.

"Ich bin immer wieder fassungslos, wie viele illegale Angebote sich auf den Internetplattformen finden, und appelliere an alle Tierfreunde: Hände weg vom Tierkauf im Internet – und Verdachtsfälle bitte bei der Tierschutz- Helpline der MA 60 unter 01/4000 8060 melden", so Tierschutzstadträtin Ulli Sima.

"Geschäft mit Tierleid"

Indra Kley, Kampagnenleiterin der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten", schließt sich dem an: "Dieser aktuelle Fall zeigt, dass willhaben.at nun in der Pflicht ist zu handeln. Zum wiederholten Male sind es Inserate dieser Plattform, die bei Testkäufen derartig negativ auffallen. Illegaler Welpenhandel ist kein Kavaliersdelikt, sondern Geschäft mit Tierleid und Betrug am Konsumenten."

Händlerin machte widersprüchliche Angaben

Dass es sich um eine unseriöse Händlerin handelte, zeigte sich an zahlreichen Details: Die Adresse der Übergabe stimmte nicht mit der Adresse im Inserat überein, ebensowenig das Foto mit dem Welpen in der Wohnung. Die Angaben zum Muttertier widersprachen sich ebenfalls: Einmal hieß es, der Hund sei aus österreichischer Zucht, ein andermal erzählte die Frau, das Muttertier sei in Ungarn. Der Preis wurde beim Treffen auf 280 Euro erhöht – begründet wurde dies mit der Impfung, obwohl im Inserat stand, dass der Hund bereits geimpft sei.

Verkauf von Tieren für Private illegal

Privatpersonen ist es seit Anfang des Jahres gesetzlich verboten, mit Tieren zu handeln. Das öffentliche Feilbieten von Tieren ist laut Bundestierschutzgesetz nur im Rahmen einer genehmigten gewerblichen Haltung oder durch gemeldete Züchter gestattet. "Umso problematischer ist es, dass Betrügern hier eine Plattform geboten wird, die es ihnen so einfach macht", kritisiert Indra Kley.

Online- Portale machen es der Welpenmafia leicht

Denn auch der "Melden"- Button, mit dem man auf den meisten Online- Verkaufsplattformen dubiose Inserate anzeigen kann, erweist sich in der Praxis als nicht wirklich effizient. Kley: "Oftmals bleiben unseriöse Anzeigen leider online, obwohl sie von aufmerksamen Tierfreunden gemeldet wurden. Auch passiert es immer wieder, dass bereits gemeldete auffällige Inserenten unbehelligt neue Anzeigen schalten können. Das darf nicht sein!"

13.05.2014, 14:27
red
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