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07.12.2016 - 23:08
Foto: Vier Pfoten/Vivian Tan

Wenn der Jagdtrieb für Hunde zur Gefahr wird

19.03.2015, 10:57
Wird beim Hund der Jagdinstinkt geweckt, gibt es oft kein Halten mehr – und das kann Wildtieren zum Verhängnis werden. Da Rehe, Hasen und Co. im Frühling oft ihre Jungen bekommen, bitten Tierschutz-Experten in diesen Monaten Hundehalter um Rücksicht: Ihre Lieblinge sollten im Wald keinesfalls frei, sondern nur an der langen Leine laufen.

Doch nicht nur für Wildtiere kann der Jagdtrieb frei laufender Hunde zum Problem werden: Vierbeiner im Jagdfieber können sich selbst oder auch Menschen gefährden können, etwa wenn sie unkontrolliert über die Straße laufen. Außerdem dürfen Waidmänner laut den Gesetzen der Bundesländer jagende Vierbeiner zum Schutz der Wildtiere töten.

Jagen ist ein Urtrieb des Hundes

Für den Hund ist die Jagd ein natürliches und selbstbelohnendes Verhalten. "Es ist ein tief in den Genen verankerter Urtrieb des Hundes", erklärt Irina Fronescu, Kampagnenmitarbeiterin von der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" . "Je nach Rasse ist dieser unterschiedlich stark ausgeprägt und wird geweckt, sobald der Hund etwas wahrnimmt, das Beute verspricht: ein Rascheln, Bewegungen, Gerüche." Sofort konzentriert sich das Tier völlig auf die anstehende Jagd und ist für Rückrufe des Halters unempfänglich. Die Beute wird verfolgt und schlimmstenfalls getötet.

Tierschützer: Bitte nur mit Laufleine

Daher rät Fronescu, dass Hundehalter ihre Vierbeiner dort, wo mit Wild zu rechnen ist, an eine Schlepp- oder Laufleine nehmen: "Damit können Sie sich und Ihrem Tier viele Unannehmlichkeiten ersparen. Viele wissen auch nicht, dass Jäger jagende Hunde zum Schutz der Wildtiere in den meisten Fällen erschießen dürfen." Zusätzlich kann ein Training sinnvoll sein, bei dem der Hund lernt, in der Nähe des Halters zu bleiben und auf dessen Rufe zu reagieren.

19.03.2015, 10:57
red
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