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24.03.2017 - 16:55
Foto: e&k-Sengthaler

Vortragsreihe zeigt: Tiere fördern die Gesundheit

18.11.2011, 10:38
Mit "Mini med Tiere" startete am 9. November ein neues veterinärmedizinisches "Mini-Studium" für die Bevölkerung, das sich in Vorträgen in einfacher Sprache rund um Moderatorin und "Krone"-Tierexpertin Maggie Entenfellner dem Thema Tiergesundheit widmet. Interessierte sollen sich bei dem Pilotprojekt in Wien in Zukunft kostenlos zur Gesundheit ihrer Lieblinge informieren können. Bei der Premiere beschäftigten sich Experten mit der Frage, ob Haustiere förderlich oder schädlich für die menschliche Gesundheit sind.

Am 9. November drehte sich alles um die Frage "Haustiere - Lebens- und Gesundheitselixier oder Gesundheitsrisiko?". Referent Hermann Gsandtner, Tierschutzombudsmann der Stadt Wien, mit einem klaren Bekenntnis: "Tiere sind eine wichtige und wertvolle Bereicherung unseres Lebens. Wie jedes Lebewesen sind auch unsere Heimtiere empfänglich für Krankheitserreger. Bei entsprechender Prophylaxe und Sorgfalt stellen diese Erkrankungen aber nur eine geringe Gefahr für die Gesundheit von Menschen dar."

Neueste Studien belegen einmal mehr, dass sich eine aktive, positive Tier- Mensch- Beziehung nachweislich positiv auf die Gesundheit der Tierhalter auswirkt. Der Umgang mit Tieren reduziert Stresshormone und steigert die Produktion von Glückhormonen. Außerdem helfen Tiere mit, den Blutdruck zu senken. Erhöht hingegen werden Kontaktfreudigkeit sowie die Kommunikation mit der Umwelt. Wissenschaftlich nachgewiesen ist inzwischen auch eine positive Wirkung auf die psychologische Entwicklung von Kindern.

Unbestritten ist, dass von Tieren auch Gefahren ausgehen können: am häufigsten sind die sogenannten Zoonosen, Krankheiten, die vom Tier auf Menschen übertragen werden können. Bei guter und sauberer Tierhaltung und bei einem durchschnittlich guten Immunsystem besteht für Menschen in der Regel kaum Ansteckungsgefahr.

Vielfach überschätzt wird auch die Bedrohung durch von Katzen übertragene Krankheitserreger - man spricht hier in erster Linie von der Toxoplasmose - während einer Schwangerschaft. Andrea Prusa von der Medizinischen Universität Wien rät Schwangeren: "Behalten Sie Ihre Katze! Auch ich war schwanger und hab mit Katze weiter behalten. Die Hauptinfektionsquelle in Österreich für Toxoplasmose ist der Verzehr von erregerhältigen Nahrungsmitteln, z.B. Obst, Salat, Gemüse, ungenügend gekochtes Fleisch. Die Übertragung über die Katze ist zwar möglich, kommt aber bei uns selten vor."

Da sich der Erreger im Katzenkot befindet, genügt es, beim Ausleeren des Katzenklos Gummihandschuhe zu tragen oder die Versorgung dem Partner zu überlassen. Beim "gesunden" Erwachsenen laufen Toxoplasmose- Infektionen meist unbemerkt ab. Um schwangere Frauen mit einer frischen Infektion rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln gibt es in Österreich im Rahmen des Mutter- Kind- Passes eine Toxoplasmose- Untersuchung.

Kooperationspartner der Reihe sind die Veterinärmedizinische Universität Wien und der gemeinnützige Verein "Mini med". Prominente Tierexperten sowie Gesundheitsminister Alois Stöger und Stadträtin Ulli Sima unterstützen die leicht verständliche Veranstaltungsreihe und begrüßten zum Auftakt die zahlreichen Premierenbesucher im Raiffeisen- Forum mit ihren Glückwünschen für eine erfolgreiche Zukunft.

Sonja Hammerschmidt, Rektorin der Veterinärmedizinischen Universität Wien, zu den Zielen der neuen Veranstaltungsreihe: "Als öffentliche Institution haben wir eine Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft und den Auftrag, Wissen zu vermitteln. Dieses starke Engagement wird mit 'Mini med Tiere' fortgesetzt, indem wir der Gesellschaft unmittelbar etwas zurück geben, dafür, dass sie mit ihren Steuergeldern die VetMet Uni finanziert. Der Sinn von 'Mini med Tiere' ist nicht die Ausbildung der Bevölkerung zu 'Mini- Tierärzten'. Uns geht es darum, den Menschen das Wissen zu vermitteln, damit sie Tiere in ihren Bedürfnissen besser verstehen und schneller erkennen, wenn Ihrem Liebling etwas fehlt."

Der nächste "Mini med Tiere"- Vortrag findet am 23. Jänner 2011 zum Thema "Unerwünschtes Souvenir - wie schütze ich meinen Hund / meine Katze zu Hause und auf Reisen?" statt. Michael Leschnik, stellvertretender Abteilungsleiter der Internen Medizin Kleintiere an der Veterinärmedizinischen Universität Wien, und Tierarzt sowie "Pro Niere Austria"- Initiator Kurt Frühwirth informieren zum Thema.

Das Programm der "Mini Med Tiere"

Montag, 23.01.2012: "Unerwünschtes Souvenir - wie schütze ich meinen Hund / meine Katze zu Hause und auf Reisen?"

Mittwoch, 22.02.2012: "Wie ernähre ich meine Katze / meinen Hund gesund?"

Dienstag, 20.03.2012: "Zeck, Floh & Co und die effizientesten Gegenmittel"

Ort: Wiener Raiffeisenforum, Friedrich- Wilhelm- Raiffeisen Platz 1 in 1020 Wien, Beginn jeweils um 19.00 Uhr.

18.11.2011, 10:38
AG
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