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23.02.2017 - 20:41
Foto: "Vier Pfoten"

"Vier Pfoten" öffnen neue Klinik für Streuner in Sofia

21.12.2012, 15:32
Helmut Dungler, Präsident der internationalen Tierschutzorganisation "Vier Pfoten", hat vor Kurzem eine zehnjährige Kooperation mit der Stadt Sofia unterzeichnet. Die bulgarische Hauptstadt wird dem Verein ein Gebäude zur Verfügung stellen, das als Tierklinik genutzt werden kann. Hunde und Katzen sollen dort ab der Eröffnung im Februar 2013 kostenlos kastriert werden.

"Mit dieser Kooperation werden wir die Situation von Streunertieren in Bulgarien und Sofia erheblich verbessern können", freut sich Helmut Dungler. "Wir schätzen den persönlichen Einsatz von Bürgermeisterin Yordanka Fandakova sehr. Trotz großem politischen Druck plädiert die Bürgermeisterin für eine menschliche und effiziente Lösung in der Streuner- Frage." Die "Vier Pfoten" wollen sie dabei tatkräftig unterstützen: In den nächsten Jahren sei geplant, rund 2.000 Hunde und Katzen aus Sofia und Umgebung zu kastrieren, so Dungler. "Wir möchten auch Menschen ansprechen, die sich die Kastration ihrer Tiere in Privatkliniken nicht leisten können. Nur so kann vermieden werden, dass sich diese Tiere ungewollt vermehren."

Politik forderte Tötung der Streuner

Der Zusammenarbeit gingen heftige Debatten voraus. Im Frühling und Sommer diesen Jahres wurden zwei ältere Menschen in Sofia von Streunerhunden angegriffen und tödlich verletzt. Zahlreiche Politiker und Medienvertreter forderten in Folge die Ausrottung der Streunerpopulation sowie gesetzliche Änderungen, um diese zu genehmigen. Trotz der negativen Stimmung blieb Sofias Bürgermeisterin bei der Ansicht, dass Massentötungen keine nachhaltige Lösung darstellen, und bat Bulgariens größte Tierschutzorganisationen, eine gemeinsame Strategie zu erarbeiten.

Bürgermeisterin dankt "Vier Pfoten"

"Die Frage, wie wir mit unseren Streunertieren umgeben, ist wahrscheinlich eines der schwierigsten Probleme für Sofia. Ohne aktive Kooperation zwischen lokalen Behörden, Tierschutzorganisationen und der Öffentlichkeit wäre eine nachhaltige Lösung unmöglich", sagt Yordanka Fandakova. "Ich bin den 'Vier Pfoten' für die bisherige Unterstützung sehr dankbar und werde auch in Zukunft auf die Hilfe der Organisation vertrauen. Und zwar nicht nur, was Kastrationen, Impfungen und das Entwurmen von Streunertieren betrifft, sondern auch im Hinblick auf die Umsetzung gemeinsamer Kampagnen zur Bewusstseinsbildung für ein verantwortliches Umgehen mit Haustieren."

Bereits 7.000 Tiere in Sofia kastriert

In den letzten zwei Jahren setzten die "Vier Pfoten" bereits einige große Streunerhunde- Initiativen in Sofia um. Seit 2011 arbeitet die Organisation auch in einem Kastrationsprojekt für Streunerkatzen mit Privatkliniken in Sofia zusammen. Insgesamt konnten im Rahmen der Streunerhilfe bereits über 7.000 Hunde und Katzen in rund 30 bulgarischen Gemeinden kastriert werden.

21.12.2012, 15:32
red
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