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11.12.2016 - 00:40
Foto: APA/HELMUT FOHRINGER (Symbolbild)

Videos zeigen Tierschutz- Problematik rund ums Ei

09.10.2015, 10:38
Am 9. Oktober rufen Eierproduzenten weltweit zum alljährlichen Aktionstag - mit dem Ziel, den Eierkonsum anzukurbeln. Grund genug für Tierschützer, an die Problematik rund um die Eiproduktion zu erinnern. Die "Vier Pfoten" haben drei Kurzvideos produziert, um auf schlechte Haltungsbedingungen der Hennen, mangelnde Kennzeichnung und den Tod Tausender Eintagsküken hinzuweisen.

Eines der Hauptprobleme, das in den Videos thematisiert wird, sind die Haltungsbedingungen: Viele Hennen leben weiterhin in Käfigen. Dies ist für den Verbraucher nicht ersichtlich, weil Eier oft in Produkten wie Nudeln, Saucen und Keksen verarbeitet werden aber dort, anders als bei den Schaleneiern, nicht gekennzeichnet werden müssen. Tierschützer fordern schon lange eine Kennzeichnungspflicht für die Herkunft von Eiern in verarbeiteten Produkten.

2014 wurden in Österreich knapp zwei Milliarden Eier verbraucht, das sind im Schnitt jährlich 234 Eier pro Kopf. 84 Prozent davon konnten über heimische Produktion abgedeckt werden. Der Rest wurde importiert. Zum Teil handelte es sich dabei um Eier aus Käfighaltung. Diese ist in Österreich seit 2009 verboten, bereits errichtete Ställe dürfen jedoch noch bis 2020 betrieben werden.

Besonders über Importe landen aber nach wie vor Käfigeier auf unseren Tellern. "Der Großteil wird aus der Europäischen Union importiert und stammt von Hennen aus ausgestalteten Käfigen" so Indra Kley von den "Vier Pfoten".  "Hennen können in den Käfigen ihre natürlichen Verhaltensweisen nicht ausleben und haben mit 750 Quadratzentimeter nur etwas mehr Platz als ein A4- Blatt".

Die Käfigeier landen in verarbeiteten Produkten wie Nudeln, Keksen und Saucen sowie in der Gastronomie. "Hier wird Tierleid am Konsumenten vorbeigeschwindelt", klärt Indra Kley auf. "Wir fordern seit Jahren eine verpflichtende Kennzeichnung für Eier in verarbeiteten Produkten. Nur so kann gewährleistet werden, dass Konsumenten die Wahl haben und sich für Eier aus tierfreundlicher Haltung entscheiden können.

Käfigeier sind jedoch nicht das einzige Tierschutzproblem, das bei der Eierproduktion entsteht und in den "Vier Pfoten"- Videos angesprochen wird. Ein durchaus "unbeliebtes" Thema in der Eierbranche sind die männlichen Küken. Da Legehennen einzig auf die Legeleistung optimiert wurden, setzen die männlichen Tiere bei der Mast zu wenig Fleisch an, um ökonomisch rentabel zu sein. Aus diesem Grund werden männliche Tiere meist direkt nach dem Schlupf aussortiert und getötet. In Österreich waren das 2014 9,4 Millionen Küken.

"Die Biobranche in Österreich zeigt, dass es auch anders geht", so Kley. Im Mai 2015 einigten sich die zwei Brütereien Österreichs, der Biodachverband und der Lebensmitteleinzelhandel darauf, dass in Zukunft für die Bio- Eier keine männlichen Eintagsküken mehr getötet werden. Wegbereitend für diese Branchenlösung war auch das Projekt "Haushuhn und Gockelhahn" der "Vier Pfoten" in Kooperation mit Ja!Natürlich.

Tierschützer empfehöen daher Konsumenten, ausschließlich Bioeier (sie tragen den Stempel mit der Ziffer 0) zu kaufen und, wenn möglich, auf eifreie Alternativen umzusteigen. Oft lassen sich Eier als Bindemittel ganz einfach durch Bananen, Backpulver und ähnliches ersetzen. Ethikbewusste Verbraucher können auch aktiv werden und die "Vier Pfoten"- Petition unter www.vier- pfoten.at/käfigeifrei unterschreiben.

09.10.2015, 10:38
red
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