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16.01.2017 - 15:11

Verwahrloste und kranke Babykatzen in OÖ gerettet

08.10.2015, 09:05
Die Pfotenhilfe schlägt Alarm: Immer häufiger muss der Verein, der im oberösterreichischen Lochen auf einem über fünf Hektar großen Hof mehr als 400 verwaiste Tiere versorgt, verwahrloste und kranke Katzenbabys retten. Denn es gibt immer noch viele Katzenhalter, die sich offensichtlich nicht an die gesetzlichen Vorschriften halten und ihre Freigängerkatzen nicht kastrieren.

Mehrfach mussten die Helfer der Pfotenhilfe Lochen in den vergangenen Tagen ausrücken, um herrenlose Kitten zu retten, deren man sich einfach entledigt hat. Die jungen und geschwächten Samtpfoten müssen von den Tierärzten und versorgt und mühevoll aufgepäppelt werden. Dies nimmt der Verein nun zum Anlass, um auf das große Streunerleid in Österreich hinzuweisen und auf das Streunerkatzen- Projekt der Pfotenhilfe aufmerksam zu machen

Foto: Pfotenhilfe

Katzenkinder oft in schrecklichem Zustand

"Für uns sind ausgesetzte Katzen bedauerlicher Weise nichts Neues. Doch diese Fälle der Tierquälerei  gehen selbst den routiniertesten Tierpflegern unter die Haut", so Pfotenhilfe- Sprecher Sascha Sautner. Häufig leiden die meist erst wenige Wochen alten Tiere an starkem Katzenschnupfen, sind mit Parasiten übersät und haben zum Teil schwere Verletzungen. "Die meisten von ihnen sind extrem unterernährt, unterkühlt und haben Augen- und Ohrenentzündungen, manche sogar den für Katzen lebensgefährlichen Katzenschnupfen" erklärt Sautner.

Strafen schrecken scheinbar nicht ab

Bereits seit dem Jahr 2005 gilt in Österreich die Kastrationspflicht für Freigängerkatzen. Trotzdem ist diese vor allem in ländlichen Gebieten bei einer Vielzahl von Katzen immer noch nicht erfüllt worden. Auch angedrohte Strafen bis zu 3.750 Euro scheinen leider nicht abschreckend genug zu sein. Dabei sind Kastrationen die einzige Lösung, um die ständige Vermehrung der Katzen in den Griff zu bekommen.

"Das Leid ist unbeschreiblich"

"Das Leid der teilweise erst wenige Wochen alten Kätzchen, das wir tagtäglich miterleben müssen, ist unbeschreiblich" so Sautner. "Vor allem jetzt in der kühleren Jahreszeit sind viele der ausgesetzten  Tiere nicht nur krank, sondern auch unterkühlt und müssen behutsam wieder aufgepäppelt werden. Würden alle Katzenhalter ihre Tiere kastrieren lassen, dann gäbe es weit weniger ungewollten Nachwuchs und vor allem deutlich weniger Tierleid in Österreich", so Sautner abschließend.

Auf www.pfotenhilfe.org  finden Sie den aktuellen Kastrationsfolder der Pfotenhilfe zum downloaden. Unter der Telefonnummer 01/89 22 377 oder via info@pfotenhilfe.org  können sie den Infofolder kostenlos zum Verteilen oder Auflegen anfordern.

08.10.2015, 09:05
red
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