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05.12.2016 - 13:45

Verein "PINO" im Einsatz für die Streuner Sarajevos

19.09.2012, 12:20
Bereits seit 2007 organisiert und finanziert der Tierschutzverein "Paws in Need Organisation" (PINO) die Kastration bosnischer Straßenhunde. "Wir konnten so bereits Tausenden Nachkommen das Leben auf der Straße ersparen", erzählt Obfrau Marianne Ruiz. Dieses Jahr kastrierten die Helfer 211 Hunde und Katzen in nur einer Woche - doch mangelhafte Arbeitsmoral und zunehmende Profitgier der ortsansässigen Tierärzte erschwerten die Zusammenarbeit.

"PINO" ist die einzige Organisation, die in Sarajevo Kastrationsprojekte in Kooperation mit den Behörden organisiert. Gemeinsam mit einem bosnischen Tierarztteam werden Streuner eingefangen, kastriert und wieder in ihrem alten Revier freigelassen. Zusätzlich werden die Vierbeiner entwurmt, gegen Flöhe behandelt und mit einer nummerierten Ohrmarke gekennzeichnet. Immer wieder benötigen auch kranke oder verletzte Tiere medizinische Behandlung oder gar eine Notoperation.

Bilanz: 211 Kastrationen in einer Woche

Auch in diesem Jahr war die Aktion wieder ein voller Erfolg. Hunderte von Bürgern reservierten einen Termin und brachten ihre eigenen Tiere oder auch Straßentiere in die Station, um diese kostenlos kastrieren und versorgen zu lassen. "Wir haben 211 Hunde und Katzen in nur einer Woche kastriert. Ich denke, wir können sehr stolz auf das Ergebnis sein. Das Projekt war in aller Munde und die regionalen Medien berichteten positiv über unser Massenkastrationsprojekt", so Ruiz.

Streit mit bosnischen Tierärzten führte zum Abbruch

Während die Unterstützung in der Bevölkerung kontinuierlich ansteigt, führten Unstimmigkeiten mit den lokalen Tierärzten zum vorzeitigen Abbruch der Aktion. Plötzlich verlangten diese entgegen der ursprünglichen Vereinbarung Geld von den Menschen, die Straßentiere zur Kastration in die Klinik brachten. "Es war traurig zu beobachten, dass die Profitgier überhand gewonnen hat und das Wohl der Tiere im Hintergrund versank. Als wir den Direktor der Vet- Station zur Rede stellten, schlug er uns vor, das Projekt abzubrechen - was wir dann auch getan haben", schüttelt Marianne Ruiz den Kopf.

Jährliche Schwerpunktaktionen tragen Früchte

Dennoch konzentriert sie sich auf die positiven Aspekte ihrer Arbeit: Die österreichischen Ärzte konnten ein großes Spektrum an Know- how weitergeben, weiters erhält die Vet- Station mittlerweile ein staatliches Budget für kontinuierliche Kastrationen an Streunertieren. "Und bei unseren jährlichen Schwerpunktaktionen konnten wir im Laufe der Zeit unzählige Tiere kastrieren und damit Tausenden ein leidvolles Straßenleben ersparen. Unsere Projekte haben Früchte getragen", freut sich Ruiz. Auch 2013 will das Team wieder ausrücken - wie du den Verein dabei unterstützen kannst, erfährst du auf seiner Website .

19.09.2012, 12:20
red
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