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09.12.2016 - 22:18
Foto: thinkstockphotos.de

Verein: "Massive Missstände in Zoogeschäften"

16.04.2014, 09:08
Das Tierheim in Lochen musste heuer bereits Wochen vor Ostern acht Kaninchen aufnehmen, die ins Tierheim gebracht oder einfach ausgesetzt worden waren. "Meistens geben die frustrierten Halter an, man hätte sie beim Kauf nicht darüber informiert, dass sich Kaninchen nicht zum Heimtier eignen und die Einzelhaltung gesetzlich verboten ist", so Sascha Sautner vom Verein "Pfotenhilfe". Die Tierschützer führten daher Testkäufe in Zoohandlungen durch. Das Ergebnis sei "enttäuschend und desaströs".

"Kaninchen sind weder Streicheltiere noch ein Spielgefährten- Ersatz und eignen sich einfach nicht als Heimtiere", so Sascha Sautner, Sprecher des Vereins "Pfotenhilfe". Er kritisiert, dass man in österreichischen Tierfachhandlungen vor dem Heimtierkauf oft nicht ausreichend informiert werde. "Wir haben im Zuge unserer Recherche einige Zoofachhandlungen aufgesucht und wollten uns vor Ort ein Bild machen, das Resultat war dramatisch", so Sautner.

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Mangelnde Aufklärung durch Verkäufer

In keiner der besuchten Zoofachhandlungen, die fast ausschließlich zu großen Ketten gehören, seien die Testkäufer ausreichend aufgeklärt worden. "Weder darüber, dass Einzelhaltung von Kaninchen verboten ist noch über die Bedürfnisse der Tiere - von den gesetzlichen Erfordernissen ganz abgesehen", so Sautner entsetzt. Selbst bei Fragen nach dem Geschlecht, der Lebenserwartung oder dem Alter der Tiere hätten die Mitarbeiter in den meisten Fällen einfach geschätzt.

Zwei Nager zum Preis von einem

Im Fall einer Zoofachhandlung will die "Pfotenhilfe" sogar Anzeige erstatten: "Man hat dort ein Kaninchen und ein Meerscheinchen ohne Futter und Wasser gemeinsam in einem verschmutzen Gehege gehalten", berichtet Sautner. Auf Nachfrage habe die Verkäuferin die beiden Tiere als "dumme Viecher" bezeichnet, "die keiner möchte", und den Testkäufern angeboten, beim Kauf des Kaninchens das Meerschweinchen gratis dazuzugeben. "Wir haben bei Vierbeiner mitgenommen, sie dürfen nun bei uns mit vielen anderen Kleintieren ein artgemäßes Leben führen", so Sascha Sautner.

Lebewesen werden verkauft und sogar verlost

"Wir fragen uns, wann es endlich ein Ende hat, dass Lebewesen wie im Supermarkt zum Schleuderpreis über den Tisch gehen dürfen", so der Tierschützer. Doch nicht nur in vielen Zoofachfachhandlungen, sondern auch auf zahlreichen Ostermärkten im ganzen Land werden Kaninchen und Küken verkauft oder sogar bei Gewinnspielen verlost. "Das sind barbarische und mittelalterliche Praktiken, die in der heutigen Zeit nichts mehr zu suchen haben", so Sautner abschließend.

16.04.2014, 09:08
red
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