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04.12.2016 - 05:20
Foto: APA/EPA/URSULA WALSH

Über 100 der Wale an Neuseelands Küste verendet

14.02.2015, 09:31
In Neuseeland sind bereits mehr als 100 der Grindwale verendet, die an einem als "Todesfalle" bekannten Küstenstreifen strandeten. 150 Freiwillige hätten fieberhaft versucht, die Tiere wieder ins offene Meer zu bringen und dies zunächst auch geschafft, sagte der Sprecher der Naturschutzbehörde DOC, Andrew Lamason. In der Nacht auf Samstag seien die Wale dann jedoch erneut gestrandet.

Mittlerweile seien 103 der insgesamt 198 Wale auf der Landzunge Farewell Spit im äußersten Norden der Südinsel Neuseelands verendet, sagte Lamason am Samstagnachmittag Ortszeit. Die Helfer versuchten, die restlichen Tiere "am Leben zu halten", sie bereiteten sich aber auf einen "ziemlich schlechten Ausgang" der Rettungsaktion vor. Einige der Tiere seien bis zu sechs Meter lang, aber auch mehrere neugeborene Kälber seien darunter, hieß es.

"Es ist die größte Strandung von Walen in zehn oder 15 Jahren", sagte DOC- Ranger Mike Ogle dem Sender TV3. Helfer der auf Walrettungen spezialisierten Tierschutzorganisation Project Jonah konnten bei Farewell Spit zunächst zahlreiche der Wale mithilfe der einsetzenden Flut in tiefere Gewässer leiten. Viele seien aber umgekehrt und erneut gestrandet. "Wir bereiten uns auf das Schlimmste vor", betonte Sprecherin Louisa Hawkes.

Hunderte freiwillige Helfer nötig

Mit Einbruch der Dunkelheit musste die Aktion am Freitagabend zurückgefahren werden. Es sei zu gefährlich, über Nacht mit Walen im Wasser zu sein, hieß es. Für Samstag wurden Freiwillige aufgerufen, mit Kübeln und Schaufeln anzurücken. Auch Tierärzte wurden angefordert. "Das war kein guter Tag für gestrandete Wale", sagte DOC- Sprecher Lamason mit Blick auf das Wetter. Um bessere Überlebenschancen zu haben, bräuchten die Meeressäuger demnach regnerisches, kühles Wetter. Derzeit sei es aber sehr trocken und rund 22 Grad warm.

Immer wieder Massenstrandungen in der "Todesfalle"

Der betroffene Strand gilt als "Todesfalle" für die Meeressäuger. Innerhalb von zehn Jahren gab es mindestens acht Massenstrandungen - allein im Jänner vergangenen Jahres zwei innerhalb einer Woche. Die nun gestrandeten 198 Tiere sind eine der größten Herden, der dies passierte.

Doch auch an den anderen Küsten Neuseelands kommt es immer wieder zu massiven Strandungen von Walen. Zuletzt waren im November 2014 mehrere Tiere im Ohiwa- Hafen verendet oder mussten eingeschläfert werden.

Keiner weiß, warum Wale stranden

Grindwale können bis zu sechs Meter lang werden und sind die häufigste Walart in neuseeländischen Gewässern. Bisher haben Wissenschafter keine schlüssige Erklärung dafür gefunden, warum Wale stranden. Vermutet wird unter anderem, dass die Meeressäuger in flachem Gewässer Orientierungsprobleme haben oder dass gesunde Tiere zuvor gestrandeten Artgenossen zu Hilfe kommen wollen.

14.02.2015, 09:31
AG/red
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