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25.07.2017 - 18:20
Foto: Reinhard Holl (Symbolbild)

Tierschützer soll 50.000€ Spenden veruntreut haben

21.04.2015, 11:44
Ein 47-Jähriger aus dem Bezirk Gmunden soll als Vorsitzender des Tierschutzvereines "WAHRO" von Juni 2012 bis April 2015 Spendengelder von mehr als 50.000 Euro veruntreut haben. Rund 200.000 Euro wurden durch Aufrufe im Internet lukriert. Über die Verwendung des Geldes dürfte der Verdächtige allein entschieden haben. Er soll sich damit sein Leben finanziert haben, teilte die oberösterreichische Polizei am Dienstag mit.

Der Mann hatte den Verein Anfang 2012 gemeinsam mit einer Internetbekanntschaft aus der Ukraine gegründet. Man wollte sich Tierschutzproblemen in der Ukraine und in Rumänien widmen. "WAHRO" zeichnet zudem für die Facebook- Seite "Giftwarnungen und andere Gefahren für Tiere"  verantwortlich, die Hundebesitzer auf Facebook über Giftmeldungen informiert. Andere Vorstandsmitglieder waren in die Vereinsaktivitäten, die sich auf Spendenaufrufe im Internet konzentrierten, nicht näher eingebunden, teilte die Exekutive mit.

Verein wird aufgelöst

Nach einer Anzeige Anfang dieses Jahres stellte sich heraus, dass der 47- Jährige ohne Absprache mit seiner ukrainischen Vertrauten und ohne Vorstandsbeschluss über die Gelder verfügte. Er soll seinen Lebensunterhalt, Auslandsreisen, Laptops, Mobiltelefone und anderes mit den Spenden finanziert haben. Der Verein wird nun aufgelöst, das Konto, auf dem laut Polizei immer noch Spenden einlangten, ist gesperrt, das Vermögen sichergestellt. Die gesamte Höhe des Schadens werde noch ermittelt.

Maggie Entenfellner: "Spendengütesiegel gibt Sicherheit"

"Es ist schade, dass solche Menschen andere seriöse Organisationen in Verruf bringen", sagt "Krone"- Tierexpertin Maggie Entenfellner. "Empfehlenswert ist, nur an Tierschutzvereine zu überweisen, die auch das Spendengütesiegel haben." Dieses garantiert unabhängige Kontrolle und die widmungsgemäße Verwendung von Spenden. "Unser Verein 'Freunde der Tierecke' hat dieses Gütesiegel und setzt sogar noch eines drauf: Denn sämtliche Kosten für Administration und Personal übernimmt zur Gänze die Kronen Zeitung. Das heißt, dass bei uns wirklich jeder Cent in den Tierschutz wandert."

21.04.2015, 11:44
AG/red
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