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30.04.2017 - 04:51
Foto: thinkstockphotos.de

Tierschützer kritisieren Tierkauf im Internet

17.01.2013, 15:09
Zwei Betrugsfälle der besonderen Art wurden in den letzten Tagen bekannt: Einem jungen Salzburger wurde im Internet ein kostenloser Boxerwelpe angeboten, angeblich mussten nur die 170 Euro Transportkosten bezahlt werden. Er überwies das Geld nach Kamerun, der versprochene Welpe kam aber nie an. Ähnlich erging es einer Frau, die online eine Katze kaufen wollte und insgesamt 6.500 Euro bezahlte - das Tier tauchte niemals auf. Nun ermittelt die Polizei. Der Verein "Pfotenhilfe" rät, generell keine Hunde im Internet oder aus dem Ausland zu kaufen.

"Es gibt zahlreiche unseriöse Händler, die Hundewelpen über das Internet anbieten. Oft stammen diese dann aus anderen Ländern, werden nicht medizinisch versorgt und viel zu früh von der Mutter getrennt", erklärt Sonja Weinand, Sprecherin des Vereins "Pfotenhilfe".

Einen Hund anzuschaffen, sollte nie unüberlegt oder aus Mitleid passieren. "Lassen Sie sich nicht erweichen, wenn Ihnen im Internet ein süßer Hundewelpe zum Verkauf angeboten wird. Dadurch wird das grausame Geschäft nur weiter angekurbelt - oder das Tier existiert nicht einmal", so Weinand. Bei der Anschaffung eines Hundes gilt außerdem, sich den Hund immer vorher anzusehen und eine Beziehung zu diesem aufzubauen. Das Team Mensch- Hund muss zusammenpassen, beide Seiten müssen sich wohlfühlen. Dazu muss das Tier ausgiebig kennengelernt werden, was bei Hunden aus dem Ausland und Internet unmöglich der Fall sein kann.

Statt Hunde aus dem Ausland zu kaufen, sollte lieber an die vielen Tiere gedacht werden, die in Österreichs Tierheimen auf ein Zuhause hoffen. Dort warten nicht nur ältere Hunde, sondern oft auch Welpen auf einen guten Platz. "Wir hoffen, dass diese dreisten Betrugsfälle in Salzburg die Menschen wachgerüttelt und aufmerksamer gemacht hat. Tiere sind Lebewesen und keine Ware, die man wie ein Buch im Internet bestellen kann", so Weinand abschließend.

17.01.2013, 15:09
red
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