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05.12.2016 - 19:00
Foto: APA/BARBARA GINDL

Tierparadies als Asyl für Steinböcke aus OÖ

24.02.2014, 08:27
Die Jagd auf Steinböcke, die aus dem Park in Enghagen geflohen waren, hatte - wie berichtet - große Empörung ausgelöst. Auf Befehl der BH sollen schon vier halbzahme Böcke abgeknallt worden sein, eine Geiß soll noch leben. Dabei hätte das Tierparadies Schabenreith in Steinbach/Ziehberg den Tieren Asyl angeboten.

Fünf Steinböcke waren bekanntlich aus dem Wildpark in die Freiheit entkommen, für vier war es das Todesurteil. Denn die Bezirkshauptmannschaft Kirchdorf ordnete den Abschuss der eigentlich geschützten Tiere an, um Schäden durch sie zu verhindern. Was unter vielen Tierfreunden große Empörung auslöste, und natürlich auch bei Wildpark- Pächter Josef Streicher.

Auch Harald Hofner vom "Tierparadies Schabenreith" in Steinbach reagierte empört, als er vom behördlichen Abschussbefehl lesen musste. "Man hätte die Steinböcke zu uns bringen sollen, da hätten sie ein sicheres und schönes Quartier."

Zudem verweist Hofner darauf, dass erst zuletzt ein herumirrender Steinbock im niederösterreichischen Weinviertel lebend geborgen und dann in einem Park untergebracht worden ist. Zumindest die noch lebende Steingeiß - sie wurde zwar seit Wochen nicht gesehen - sollte betäubt und ins Tierparadies gebracht werden, hofft Harald Hofner. Die "Krone" traf ihn zum Interview.

"Krone": Was halten Sie vom Abschussbefehl?
Harald Hofner: Ich finde das skandalös. Man könnte die Böcke ja auch einfangen, man muss sie doch gar nicht gleich abschießen.

"Krone": Es wurde gesagt, dass die Tiere einen großen Schaden angerichtet hätten.
Hofner: Das kann ich mir nicht vorstellen. Denn das ist ja das Gleiche, wenn ein paar Ziegen wo ausgekommen wären, die fressen oder knabbern doch nur ein paar Blätter ab.

"Krone": Sie würden die Böcke bei sich aufnehmen.
Hofner: Ja, wir würden sie im Sinne des Tier- und Artenschutzes bei uns aufnehmen.

"Krone": Sie haben diesbezüglich auch an die Bezirkshauptmannschaft geschrieben.
Hofner: Ja, wir haben uns angeboten, die Tiere bei uns aufzunehmen. Man müsste sie nur mittels Betäubungsgewehr stellen.

24.02.2014, 08:27
Johannes Nöbauer, Kronen Zeitung/red
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