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27.07.2017 - 04:01
Foto: thinkstockphotos.de

Streunertiere nicht unüberlegt aus dem Urlaub mitbringen

26.06.2013, 09:45
Wer den Urlaub im Ausland verbringt, trifft nicht selten auf streunende Hunde und abgemagerte, kranke Katzen. Sie vermehren sich mangels Kastration ungehemmt, sodass sie das Straßenbild in vielen Ländern prägen. Oft entsteht angesichts großer, trauriger Tieraugen der Wunsch, helfen zu wollen und wenigstens eine Seele zu retten und mitzunehmen. Die Einfuhr von Tieren aus dem Ausland will aber wohlüberlegt sein, sonst droht an der Grenze durch den Zoll ganz schnell das Aus.

Viele Touristen lassen sich leicht dazu verleiten, Streunertiere zu füttern. Die Vierbeiner gewöhnen sich sehr rasch an diese vermeintlich sichere Nahrungsquelle, die jedoch nach der Urlaubssaison sofort versiegt. Viele Streuner verhungern deswegen nach Saisonende. Manche Touristen wollen einen Vierbeiner retten und mit in die Heimat bringen, doch "gerade bei der Einfuhr von Tieren aus Nicht- EU- Ländern gelten bestimmte Vorschriften, die in erster Linie dem Schutz vor Einschleppung der Tollwut dienen", erklärt Sonja Weinand, Sprecherin des Vereins "Pfotenhilfe".

"Urlaubsmitbringsel" landen oft im Tierheim

Ein Tier zu übernehmen, egal ob aus dem In- oder Ausland, sollte immer gut überlegt sein. Spontane Entscheidungen aus Mitleid oder weil der Vierbeiner doch so süß ist, enden oft unglücklich. Ein Haustier bedeutet Verantwortung, aber auch Kosten für viele Jahre. Dessen sollte man sich vor der Anschaffung eines Vierbeiners bewusst sein. "Jedes Jahr aufs Neue werden in unserem Tierheim zahlreiche Tiere abgegeben, die wenige Wochen zuvor aus dem Urlaub mitgebracht, dann aber doch zu viel Arbeit wurden", so Weinand.

Besser für Tierschutz vor Ort spenden

"Außerdem macht es wenig Sinn, weitere Tiere aus dem Ausland einzuführen, wenn doch bereits in Österreich die Tierheime überfüllt sind", gibt Weinand zu bedenken. Am besten können Sie den Tieren vor Ort helfen, indem Sie einen anerkannten Tierschutzverein direkt am Urlaubsort mit einer Spende unterstützen. Damit können in der Folge Futter und Kastrationen finanziert werden.

Vorsicht beim Souvenirkauf

Aufgepasst werden muss aber auch bei der Einfuhr von kleineren tierischen "Mitbringseln". Vor allem in Mittelmeerländern werden von lokalen Händlern oft getrocknete Seepferdchen, Riesenmuscheln und Korallen zum Verkauf angeboten. Diese sind zwar beliebte Souvenirs, die Einfuhr ist aber illegal und strafbar. "Informieren Sie sich am besten vor Urlaubsantritt über die genauen Bestimmungen in Ihrem Urlaubsland", so Weinand abschließend.

26.06.2013, 09:45
red
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