Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
02.12.2016 - 22:23
Foto: dpa/A2882 Holger Hollemann (Symbolbild)

Streit um die Rettung unserer Luchse in OÖ

13.02.2015, 09:35
Die Rückkehr der Luchse nach Österreich könnte kippen: Weil im Nationalpark Kalkalpen das einzige Männchen verschwand, droht nun Inzest mit dem Nachwuchs. Oberösterreichs Jägerschaft zog die Zusage für eine neuerliche Auswilderung zurück, zudem gibt's keine Unterstützung durch die Nachbarbundesländer.

Vor sechs Jahren war die Arbeitsgemeinschaft "LUKA", in der auch Naturschutz und Jagd vertreten sind, zur Wiederansiedlung der Luchse im oberösterreichischen Nationalpark Kalkalpen gegründet worden. Seither waren zur Bestandsstärkung zwei Weibchen und ein Männchen aus der Schweiz importiert worden, die auch für Nachwuchs sorgten – doch vor mehr als einem Jahr verschwand der Kuder "Juro" spurlos.

Landesjagdverband zog Zusage zurück

Seither droht Inzest unter den verbliebenen Luchsen. Am 11. Februar des Vorjahres wurde deshalb vereinbart, neuerlich ein Männchen aus der Schweiz in den Kalkalpen auszuwildern – rechtzeitig vor der Ranzzeit zwischen Februar und April. "Doch nun trat der Landesjagdverband von seiner Zusage zurück", bedauert Luchsexperte Christian Fuxjäger vom Nationalpark. Die nächsten Gespräche sind im März geplant.

Nachbarbundesländer ziehen angeblich nicht mit

Ein weiteres Problem: Die Nachwuchs- Männchen ziehen weiter, suchen sich eigene Reviere. Doch in den Nachbarbundesländern Steiermark und Niederösterreich sei die Bereitschaft, aktiv an der Luchs- Bestandstützung mitzuwirken, noch nicht gegeben, erklärt Nationalpark- Sprecher Franz Sieghartsleitner.

Heuer startet Oberösterreich ein Arten- Schutzprogramm

Der Kampf um die Rettung der Luchse beginnt ausgerechnet zum Beginn des Artenschutzprogramms des Landes OÖ: Um die 300 Tier- und Pflanzenarten sind bei uns akut vom Aussterben bedroht. Als "Botschafter für den Artenschutz" wurden Steinkrebs, Mopsfledermaus, Flussperlmuschel, Braunkehlchen, Brachvogel, Sonnentau und Böhmischer Enzian ausgewählt, auf die in speziellen Aktionen aufmerksam gemacht wird.

13.02.2015, 09:35
Johann Haginger, Kronen Zeitung/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum