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07.12.2016 - 15:22
Foto: APA/BARBARA GINDL (Symbolbild)

Steirische Bauern zittern vor Blauzungenkrankheit

18.01.2016, 10:14

Die heimischen Rinderbauern kämpfen nicht nur mit dem Milchpreisverfall. Nachdem im Oktober des Vorjahres in der Südoststeiermark die gefährliche Blauzungenkrankheit nachgewiesen wurde, bekommen jetzt 8100 weiß- grüne Betriebe die Auswirkungen zu spüren. Ihre Tiere dürfen bis auf weiteres nicht verkauft werden.

Auch hier wird der Klimawandel als Ursache genannt: War die Stechmücke, die die Krankheit überträgt, bis vor ein paar Jahren nur Bauern Südosteuropas ein Begriff, lehrt das Insekt mittlerweile sogar schon Landwirten in Holland das Fürchten. Aktuell haben aber vor allem die Steirer ein Problem damit: "Als im Oktober in der Südoststeiermark der Virus das erste Mal seit Jahren wieder nachgewiesen wurde, musste eine Sperrzone eingerichtet werden. Ihr Radius beträgt etwa 150 Kilometer", weiß Horst Jauschnegg, Tierzucht- Chef der steirischen Kammer.

8100 Betriebe innerhalb der Sperrzone

Mit Ausnahme der Bezirke Liezen, Murau und Murtal sind damit alle Rinderbauern in der Steiermark betroffen, insgesamt sind es etwa 8100 Betriebe. "Für all jene bedeutet das, dass sie ihre Tiere nicht aus der Sperrzone ins freie Gebiet verbringen dürfen", sagt der Experte. "Diese Handelseinschränkung bedeutet für die Betroffenen eine große Herausforderung. Die Sanktion gilt ja zumindest noch für zwei Jahre", so Jauschnegg.

Impfung ist derzeit nicht verpflichtend

Die einzige Möglichkeit, Tiere über die Sperrzonengrenzen hinweg handelbar zu machen, ist die Impfung gegen die Krankheit. Diese ist aktuell - anders als noch 2008 - nicht verpflichtend, wird von den offiziellen Bauernvertretern aber mittlerweile dringend empfohlen.

18.01.2016, 10:14
Barbara Winkler, Kronen Zeitung/red
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