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05.12.2016 - 00:33
Ein Ausschnitt aus einem der Videos. Link: www.vgt.at

Steirer Schlachthofskandal mit ersten Konsequenzen

26.02.2016, 07:37

Die Etablierung eines neuen Tierschutz- Labels, sechs Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft, offizielle (!) Kameras in Schlachthöfen - zwei Landesräte waren nach dem Schlachthofskandal in der Steiermark nicht untätig!

Viele Tierfreunde erinnern sich mit Schaudern und Entsetzen: Dem Verein gegen Tierfabriken (VGT) waren auch aus acht steirischen Schlachthöfen Videos zugespielt worden, die teils grauenhafte Bilder von geschundenen, mit Elektroschocks gequälten, brüllenden Tieren und brutalen Arbeitern zeigten.

SP-Landesrat Jörg Leichtfried und Gesundheitslandesrat Christopher Drexler
Foto: Jürgen Radspieler

Schlachthofgipfel lieferte erste Ergebnisse

Viele Leser waren zutiefst empört. Reagiert haben aber auch, wie berichtet, die beiden Landesräte Jörg Leichtfried, dem Tierschutz immer schon ein ehrliches Anliegen war und ist, sowie Christopher Drexler, dem die Amtstierärzte unterstehen. Sie riefen gemeinsam zum Schlachthofgipfel. Und haben jetzt erste Ergebnisse.

Abstoßende Videos zu Schulungszwecken

Die wichtigsten Eckdaten: Es kommt unter der Federführung der engagierten Tierschutzombudsfrau Barbara Fiala- Köck zu einem neuen Tierschutzlabel, das auch die Schlachtung mit einschließt; Wirtschafts- wie auch Landwirtschaftskammer sind an Bord! Die abstoßenden Videos selbst werden außerdem zu Schulungszwecken für Mitarbeiter der Betriebe herangezogen sowie mehrere Arbeiter aus ihren Positionen entfernt.

Amtstierärzte kontrollierten erneut

Und die Amtstierärzte wurden zu 18 Schwerpunktkontrollen ausgeschickt. Ergebnis: Bis auf wenige Ausnahmen soll es keine Übertretungen gegeben haben - allerdings wurde an einem Schlachthof wieder der Einsatz von Strom- Treibhilfen beanstandet. Und das mehrmals! Da ist noch einiges zu tun.

Tierschützer loben Steirer Politiker

Lob und Ehre, wem Lob und Ehre gebühren: Dass sich die Landesräte Leichtfried und Drexler über Parteigrenzen hinweg für Tierschutz und Menschenwohl einsetzen, Akzente setzen und auch umsetzen, was sie ankündigen - das ist bemerkenswert! Wenn diese beide versprechen, dass sie dran bleiben - dann können wir uns drauf verlassen.

26.02.2016, 07:37
Christa Blümel, Kronen Zeitung/red
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