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26.04.2017 - 17:43
Ein Ausschnitt aus einem der Videos. Link: www.vgt.at

Steirer Politiker hielten "Schlachthofgipfel" ab

07.12.2015, 08:45
Die grauenhaften Bilder aus heimischen Schlachthöfen lassen viele von uns nicht mehr los – zwei steirische Landesräte haben reagiert und sich im "Schlachthofgipfel" zusammengetan.

Arbeiter, die auf panisch schreiende Tiere eintreten, auf sie eindreschen, sie mit Elektroschockern quälen: Solche Bilder aus versteckten Kameras erreichten den Verein gegen Tierfabriken (VGT). Acht steirische Schlachthöfe wurden in Folge angezeigt.

SP-Landesrat Jörg Leichtfried und Gesundheitslandesrat Christopher Drexler
Foto: Jürgen Radspieler

Landesräte wollen Situation nicht verharmlosen

"Und wir werden uns sehr genau anschauen, was bei diesen Anzeigen herauskommt", sagen die Landesräte Jörg Leichtfried und Christopher Drexler unisono. Ihr Credo ist nach Bekanntwerden des Schlachthofskandals nicht, die Situation zu verharmlosen - "an den Videos lässt sich auch nichts deuteln oder schön reden" - sondern zu handeln. Sie haben sich sofort zusammengesetzt und präsentierten jetzt ihre Ansätze.

Brief an Gesundheitsministerin

Die Eckdaten: An Gesundheitsministerin Oberhauser wurde ein Brief übergeben, der deutlich anregt, ab einer gewissen Schlachtungszahl weitere Tierärzte in den Dienst zu stellen. "Es ist unmöglich für nur einen Veterinär, alle Bereiche eines Schlachthofes lückenlos zu überwachen." Die umstrittene CO2- Betäubung soll vom Bund wissenschaftlich untersucht und nach Alternativ- Methoden gesucht werden. "Wenn es der Bund nicht macht, dann machen wir das in der Steiermark selbst, ich bin ja schließlich auch für die Forschung zuständig", so Landesrat Drexler bestimmt.

Schulungen für Betriebe, Aufklärung für Konsumenten

Den Konsumenten soll klar gemacht werden, dass sie durch ihr Kaufverhalten gewaltigen Druck ausüben können. Dafür brauchen sie aber Information! Diese soll sich lückenlos von der Haltung des Tieres bis hin zu Schlachtart und -ort durchziehen. Die Betriebe sollen Schulungen unterzogen werden, eigene Überwachungs- und Kontrollsysteme aufbauen, "das muss auch in ihrem eigenen Interesse sein!" Zu intensiven Gesprächen mit Betreibern wird eingeladen.

"Wir schauen da nicht zu!"

Ein Verbot von Elektroschockern ist nötig! "Wir arbeiten mit Mehrfachstrategien, über 'beamtliche' und bauliche Maßnahmen, nehmen die Schlachthöfe in die Pflicht, aber auch die Konsumenten und Anbieter. Wir binden alle ein", so Leichtfried und Drexler. Die glaubhaft versprechen: "Wir schauen da nicht zu!" - Wir werden weiter berichten.

07.12.2015, 08:45
Christa Blümel, Kronen Zeitung/red
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