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01.03.2017 - 22:14
Foto: Photos.com/Getty Images (Symbolbild)

Steirer ließ vier Rottweiler qualvoll verhungern

08.05.2015, 10:03
Schrecklicher Verdacht gegen einen Mann aus Unterpremstetten im steirischen Bezirk Graz-Umgebung: Der 35-Jährige soll vier seiner fünf Rottweiler auf seinem Anwesen qualvoll verhungern haben lassen. Eine Hündin konnte zwar noch lebend von Polizeibeamten gefunden werden, ihr Zustand ist jedoch lebensbedrohlich. Der Steirer wird angezeigt.

Welches Leid die Tiere zuletzt durchleben mussten, kann man sich wohl kaum vorstellen. Seit mindestens vier Wochen dürfte der 35- jährige Züchter laut Ermittlungen der Polizei seine Hunde nicht mehr mit Futter und Wasser versorgt haben. Doch das perfide Treiben des Verdächtigen blieb lange Zeit offenbar unbemerkt - bis zum Donnerstag.

Verwesungsgestank

Denn als ein Passant am Nachmittag am Anwesen des mutmaßlichen Tierquälers vorbeiging, stieg ihm starker Verwesungsgestank in die Nase. Verwundert über den Geruch, ging der Zeuge daraufhin zur Polizei und schilderte den Beamten sein Erlebnis. Diese rückte daraufhin zur Wohnadresse des 35- Jährigen aus, wo sich den Männern ein Bild des Schreckens bot.

So entdeckten die Polizisten zwei verhungerte Rottweiler in ihren Zwingern - diese befanden sich in der prallen Sonne ohne Schattenplatz -, eine weitere Hündin lag tot in einer Wurfkammer in der Garage des Mannes. Ein Tier, das bereits im April an den Folgen der Unterversorgung gestorben war, hatte der Mann einfach in einer Abstellkammer entsorgt. Sämtliche Räumlichkeiten waren zudem über und über mit Kot und Urin verschmutzt.

Hündin mehr tot als lebendig

Eine Hündin hatte den Kampf gegen den Hunger noch nicht verloren, war jedoch in einem erbarmungswürdigen Zustand und bereits mehr tot als lebendig. Das stark abgemagerte und unterernährte Tier - es bringt nur noch 15 Kilogramm auf die Waage, eine gut versorgte Rottweilerhündin wiegt im Schnitt rund 42 Kilogramm - wurde vom alarmierten "Aktiven Tierschutz" versorgt und einem Tierarzt übergeben. Danach kam der Vierbeiner ins Tierheim Arche Noah.

Vorerst konnte der 35- Jährige - er wird auch als Vorstandsmitglied eines Hunde- Klubs geführt - nicht zu den Vorwürfen befragt werden, da er nicht auffindbar war. Der Steirer wird jedenfalls wegen des Verdachts der Tierquälerei angezeigt.

08.05.2015, 10:03
red/AG
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