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06.12.2016 - 22:41
Foto: ORF/Tierzuliebe

Schmuggelfalle im Urlaub

12.07.2011, 15:01
Der Urlaub war herrlich: viel Sonnenschein, gutes Essen, das Hotel schick und sauber. Völlig entspannt tritt man den Heimflug an. Doch am Zoll könnte das böse Erwachen kommen! Wer seine Ferien in der Ferne verbringt, kommt nur selten ohne ein Souvenir zurück. Aber weißt du immer 100-prozentig, ob deine Mitbringsel legal sind?

Über 30.000 Tier- und Pflanzenarten sind streng geschützt! Werden sie ohne amtliche Genehmigung eingeführt, muss man mit empfindlichen Strafen rechnen. Und Unwissenheit und Unschuldsbeteuerungen gegenüber den Zollbehörden helfen nicht!

„Aiki“ und „Berro“ entgeht nichts! Die zwei Vierbeiner sind ausgebildete Artenschutzhunde. Ihr Einsatzort: der Flughafen Wien. Ob Korallen oder kleine Schildkröten, die feinen Nasen der beiden erschnüffeln jedes illegale Souvenir. Egal, wie klein und wie gut es auch im Koffer verpackt sein mag. Sie können selbst Objekte mit geringem Eigengeruch wahrnehmen und sind daher ideal für schnelle Kontrollen von Gepäckstücken, Postsendungen oder ganzen Containern. Etwa 20- mal pro Monat schlagen sie Alarm. Nicht jeder „Ertappte“ ist automatisch ein skrupelloser Händler. Rund die Hälfte sind harmlose Touristen, die aus allen Wolken fallen, wenn die Zollbeamten sie zur Rede stellen.

Ganz besonders beliebte Urlaubserinnerungen sind Muscheln. Ob selbst am Strand gesammelt oder käuflich erworben: Gelten sie als artengeschützt, dürfen sie nicht importiert werden. Aufpassen muss man auch bei Steinen oder Tonscherben, die man bei
Strandspaziergängen findet. Es könnte sich dabei um Kulturgut handeln, dessen unerlaubte Ausfuhr strafrechtliche Konsequenzen
haben kann. Wie in der Türkei schon mehrfach passiert, könnte es sein, dass du dann das örtliche Gefängnis von innen kennenlernst. Hände weg von Wildtierprodukten aller Art! Auf den Märkten bieten die Händler ihre Ware feil: Kämme, Taschen, Gürtel, Uhrenbänder, Schnitzereien. Selbst wenn dir der Verkäufer versichert, es handle sich dabei um völlig legale Produkte, verzichte lieber auf den Kauf.

Für Schlangen- oder Waranleder werden meist wild gefangene Tiere gehäutet. „Weil das Leder so beliebt ist werden in Südost- Asien tausende Reptilien der Natur entrissen und brutal abgeschlachtet“, so Michaela Freyer, Wildtierexpertin von Pro Wildlife. Bis zu 36.000 Euro Strafe oder zwei Jahre Freiheitsentzug könnte dir eine leichtfertig gekaufte Krokotasche bringen. „Souvenirs, die von geschütztenTieren oder Pflanzen stammen, stellen für viele Arten eine massive Bedrohung dar“, warnt Jutta Jahrl vom WWF. Immer wieder werden vom Zoll sogar lebende Tiere entdeckt. Schmetterlinge, Schildkröten, Affen, Echsen und Schlangen wurden in den letzten Jahren beschlagnahmt.

Tipp: Hände weg von Souvenirs mit zweifelhafter Herkunft. Aus Tierschutzgründen solltest du auch auf den Besuch von Delfinarien verzichten. Das Lächeln der Tiere trügt! Sie werden dem Meer entrissen und sterben in jungen Jahren. (Infos: www.wdcs.org ) Ebenfalls vermeiden solltest du Erinnerungsbilder mit Affen, Löwenbabys etc. – die Tiere werden mit Drogen gefügig gemacht!

Im Folder: „Schauen statt Kaufen“ findest du weitere wichtige Informationen zu diesem Thema. Dieser kann beim WWF per Mail (service@wwf.at ), oder unter der Telefonnummer 01/488 17- 222 kostenlos bestellt werden. Die Gratis- Broschüre „Artenschutz im
Urlaub" erhältst du unter der Telefonnummer 01/71100/6860.

12.07.2011, 15:01
Maggie Entenfellner
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