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Richtiger Umgang mit fremden Hunden für Kinder

16.02.2009, 16:59
Kinder können Hunden oft nicht widerstehen – auch wenn es sich um fremde Hunde handelt. Sie laufen auf sie zu, wollen sie streicheln, abbusseln, mit ihnen spielen. Ein Hundebaby wird sich das sicher gefallen lassen und die Zuwendung genießen. Bei einem erwachsenen Hund könnte das aber böse enden. Mit Knurren und sogar Bissen ist zu rechnen. Und auch viele Hundebesitzer mögen es nicht, wenn fremde Personen, auch wenn diese klein sind, ungefragt ihren Hund streicheln. Es gibt eine Etikette gegenüber Hunden, die man als Elternteil ganz leicht seinen Kindern beibringen kann. Als Vorbild sollte man sich selbst daran halten.

Die folgenden kindergerechten Tipps für den Umgang mit fremden Hunden stammen von den Experten des Wiener "Instituts für interdisziplinäre Erforschung der Mensch- Tier- Beziehung" (IEMT).

Behandle einen Hund immer so, wie du selbst gern behandelt werden möchtest: Wenn du einem Hund wehtust oder ihn ärgerst, kann er nicht sagen: "Hör auf!" Er kann dich nur anknurren - oder sich mit den Zähnen wehren. Das kannst du leicht vermeiden: Spiel mit dem Hund nur so, dass es auch ihm Spaß macht.

Geh niemals zu einem fremden Hund, ohne vorher den Besitzer zu fragen: Die meisten Hunde spielen gerne mit Kindern. Manche Hunde haben aber schon schlechte Erfahrungen mit fremden Menschen gemacht. Frag daher immer den Besitzer, ob der Hund es mag, wenn du zu ihm hingehst.

Schau niemals einem Hund starr in die Augen: Wenn du einem Hund starr in die Augen schaust, so bedeutet das für ihn: "Schauen wir, wer von uns der Stärkere ist!" Da der Hund aber viel stärker ist als du, solltest du ihn nicht zum Kampf herausfordern.

Komm dem Hundeschwanz nicht zu nahe, zieh  nicht dran und tritt nicht drauf: Ein Hund spricht mit seinem Schwanz. Wenn er zum Beispiel mit dem Schwanz wedelt, so heißt das: "Ich freue mich!" Einen Hund am Schwanz zu ziehen, ist also genau so schlimm, wie wenn dich jemand an der Zunge zieht.

Stör einen Hund nicht beim Fressen und versuch nicht, ihm sein Futter wegzunehmen: Für den Hund ist Fressen beinahe das Wichtigste auf der Welt. Wenn man ihm sein Futter wegnimmt, wird er daher sehr böse. Das verstehst du sicher: Du magst es ja auch nicht, wenn jemand ohne zu fragen nach deinem Essen greift.

Ärgere nie einen eingesperrten Hund - vielleicht begegnest du ihm morgen auf der Straße: Der Hund bellt, um sein Revier gegen Fremde zu verteidigen. Am besten beachtest du ihn nicht und gehst einfach weiter.

Versuch auf keinen Fall, Hunde zu trennen, wenn sie miteinander raufen: Wenn Hunde raufen, ist es oft nicht so schlimm, wie es aussieht: Meist wollen sie nur ausprobieren, wer der Stärkere ist. Ein Mensch, der da eingreift, kann aber leicht gebissen werden. Überlasse es den Besitzern, die Hunde zu trennen.

Ganz wichtig - lauf niemals vor einem Hund davon, auch wenn du Angst hast: Der Hund ist nämlich ein Jagdtier. Wenn du vor ihm davonläufst, wird er dir nachjagen und dich zu fangen versuchen - und er läuft viel schneller als du. Wenn du hingegen stehen bleibst und ihn nicht anschaust, wird auch er dich nicht beachten.

Beweg dich nicht, wenn ein Hund dich mit den Zähnen festhält: Der Hund hat keine Hände und benützt daher seine Zähne, um nach dir zu greifen. Vielleicht hält er deine Hand fest, weil er Angst vor dir hat. Oder er will nicht, dass du von ihm weggehst. Am besten hältst du still und wartest, bis er wieder loslässt.

Spiel nur dann mit einem Hund, wenn ein Erwachsener in der Nähe ist: Hunde sind tolle Spielkameraden - aber sie wissen nicht immer, wann es "genug ist". Manchmal wollen sie ganz einfach nicht loslassen. Dann ist es gut, wenn du jemanden zu Hilfe rufen kannst, der größer und kräftiger ist als der Hund.

Tipp: Auf der Website des Instituts (siehe Infobox) erhältst du Broschüren zum Thema Kinder und Haustiere.

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