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06.12.2016 - 21:20
Ric O'Barry: Mit Pinsel und Farbe für Delfine
Foto: TB Photography

Ric O'Barry: Mit Pinsel und Farbe für Delfine

07.12.2015, 09:02
Seit Anfang September sind in der japanischen Bucht Taiji bereits über 150 Delfine getötet, und mehr als 50 für Vergnügungsparks gefangen worden. Die Wiener Kampagnenagentur Shifting Values hat in Zusammenarbeit mit der Meeresschutzorganisation OceanCare den ehemaligen "Flipper"-Trainer und heute international bekannten Delfinschützer Ric O’Barry nach Wien geholt, um mit den beiden Wiener Künstlern Axel Just und Benjamin Fillitz ein kreatives und künstlerisch anspruchsvolles Zeichen für den Delfinschutz zu setzen.

Als einer der Delfine, die er für die "Flipper"- Serie trainiert hatte, vor seinen Augen starb, hat Ric O’Barry sich dem Showgeschäft ab- und dem Delfinschutz zugewendet. Der Film "Die Bucht" über seine Arbeit in Japan, wo er mit dem Filmemacher Louie Psihoyos vor einigen Jahren die brutalen Treibjagden in einer Bucht im japanischen Fischerort Taiji aufgedeckt hat, gewann 2010 den Oscar für den besten Dokumentarfilm. Seit Erscheinen geht die Anzahl der getöteten Delfine stetig zurück. Der Lebendfang bleibt jedoch anhaltend hoch. Seit dem Beginn der Treibjagdsaison in Taiji am 1. September 2015 sind 165 Delfine getötet, 46 freigelassen und 59 für Delfinarien gefangen.

Foto: TB Photography

Wiener Künstler arbeiten mit japanischer Bildsprache

Der Dialog zwischen Tierschützern und Japan über ein Ende von Delfinjagden und Delfintötungen ist auch geprägt von interkulturellen Kommunikationshürden. Axel Just und Benjamin Fillitz, Mitbegründer des Wiener Künstlerkollektivs "Perfekt World", setzen sich in ihrem Werk "Stay wild" inhaltlich und ästhetisch mit dieser Problematik auseinander. "Unser Bild ist von der jahrhundertealten Kultur Japans inspiriert", sagt Axel Just, "und interpretiert Zitate aus der japanischen Kunstgeschichte in einem zeitgenössischen und agitativen Kontext." Benjamin Fillitz ergänzt: "In Kombination mit den japanischen Schriftzeichen Tier, Natur, Wildheit und Freiheit sowie einer unkonventionellen, archaischen Delfindarstellung ist die teils propagandistisch anmutende Bildsprache gleichzeitig ein Aufruf zum Schutz des Delfins als freies und wildes Geschöpf des Meeres."

O'Barry: "Wollen zum Nachdenken anregen!"

"'Stay wild' drückt all das aus, was wir mitteilen wollen. Und diese bildliche Botschaft bringen wir nun zu den Entscheidungsträger und Repräsentanten Japans, die leider keine Gesprächsbereitschaft zeigen", sagt Ric O’Barry, Gründer von DolphinProject.net . "Möge diese eigenwillige Aktion, die gleichzeitig eine Hommage an die japanische Kunst ist, zum Nachdenken anregen, die japanische Regierung zu einem konstruktiven Dialog einladen und der Abschaffung der grausamen Treibjagd in Taiji weiteren Aufwind verschaffen", hofft Sigrid Lüber, Gründerin und Präsidentin von OceanCare.

Das große "Krone"- Interview mit Ric O'Barry finden Sie HIER .

07.12.2015, 09:02
red
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