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10.12.2016 - 01:01
Der Appenzeller Sennenhund "Willi" überlebte zum Glück den tückischen Giftanschlag in St. Georgen.
Foto: Pressefoto Scharinger

Polizei in Oberösterreich jagt einen Hundehasser

07.11.2016, 09:42

Wer steckt hinter dem perfiden Giftanschlag? Mit dieser Frage beschäftigt sich jetzt die Polizei, die den noch flüchtigen Attentäter auf Hochtouren jagt. Dieser hatte neben einem Bach in St. Georgen am Fillmannsbach ein verbotenes Pestizid ausgestreut, das den Vierbeiner "Willi" fast getötet hätte.

"Die Ermittlungen laufen, noch haben wir aber keine konkrete Spur", berichtet ein Polizist. Bei seinem Anschlag hatte der Tierhasser die verbotene Substanz "Carbamat" beim Steckenbach ausgestreut, von der beim Gassigehen mit seinem Frauchen (43) der Appenzeller Sennenhund fraß. Als er wenig später Krampfanfälle bekam, brachte ihn die 43- Jährige sofort zu einer Tierärztin nach Mattighofen. Diese konnte den Vierbeiner retten.

Giftanschläge kosten zahlreiche Tierleben

Was bei derartigen Attacken leider nicht immer der Fall ist: Im Vorjahr überlebte "Coco" einen Anschlag mit Nervengift in Ternberg nicht, nur wenige Tage zuvor waren in St. Georgen zwei Vierbeiner vergiftet worden, einer starb.

"Köder werden immer häufiger ausgelegt"
Auch im heurigen Jahr hatten Sadisten in Oberösterreich schon vier Attentate mit Hunde- Ködern verübt und mit Nadeln, Angelhaken oder Schrauben gespickte Wurststücke in Prambachkirchen, Linz und Ried ausgelegt. "Es kommt immer öfter vor, dass Leute zu solchen drastischen Mitteln greifen", weiß Johanna Stadler von der Pfotenhilfe Lochen.

Johanna Stadler von der Pfotenhilfe Lochen
Foto: Marion Hörmandinger

"Krone": Was geht in solchen Menschen vor, die unschuldige Tiere quälen?
Johanna Stadler: Meist sind es zwischenmenschliche Probleme, die man durchs Reden miteinander nicht bereinigt und dann auf Kosten unschuldiger Tiere lösen will.

"Krone": Welche Konflikte meinen Sie da ganz konkret?
Stadler: Oft gibt es Probleme mit den Nachbarn, die das laute Bellen stört oder dass der Vierbeiner sein Geschäft auf seinem Grund verrichtet. Aber natürlich gibt’s auch Tierhasser, die einmal von einem Hund gebissen wurden oder sich gefürchtet haben.

"Krone": Sind die Tierhalter unschuldig?
Stadler: Als Hundebesitzer muss man natürlich auch selbst auf ein friedliches Zusammensein mit den anderen achten. Das heißt, die Leinenpflicht befolgen und beim Gassigehen auch immer ein Sackerl mitnehmen.

"Krone": Sind die Symptome nach Giftattacken für die Tierbesitzer erkennbar?
Stadler: Eigentlich schon. Der Hund bekommt eine akute Atemnot, ein starkes Sabbern und Herzrasen. Zudem wird er im Bauchbereich schmerzempfindlich. Er kann sich oft nicht mehr richtig bewegen.

"Krone": Da zählt jede Sekunde.
Stadler: Das ist richtig. Man muss so schnell wie irgendwie möglich mit dem Tier zu einem Tierarzt fahren, damit dieser alle notwendigen medizinischen Schritte einleitet.

07.11.2016, 09:42
Johannes Nöbauer, Kronen Zeitung/red
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