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04.12.2016 - 18:16
Foto: thinkstockphotos.de

"Pfotenhilfe" startet Kastrationsprojekt in OÖ

06.05.2014, 09:05
In Österreich müssen Halter von Freigänger-Katzen ihre Tiere kastrieren lassen - so lautet das Gesetz. Dennoch gehen viele Tierhalter mit dieser unmissverständlichen Vorgabe oft nachlässig um. Tierschützer versuchen, die Streunerpopulation mithilfe von Informationskampagnen und Kastrationsprojekten einzudämmen.

Längst sind Streunerkatzen nicht nur in den südlichen Ländern, sondern auch in Österreich zu einem Problem geworden. Denn die Samtpfoten sind schon nach wenigen Monaten geschlechtsreif. Eine Katze kann pro Jahr zwei Mal mindestens je drei Kätzchen werfen, die sich ab etwa einem halben Jahr weitervermehren. Die Zahl der Nachkommen von nur einer Katze steigt so nach nur vier Jahren in die Tausende.

Viele Streuner vegetieren vor sich hin

Sascha Sautner vom Verein "Pfotenhilfe": "Es ist ja nicht so, als würde jedes geborene Kätzchen einen Platz finden, und damit entstehen nach und nach immer neue Katzenpopulationen, die sich immer weiter vermehren." Auch die Krankheitsrisiken für Streunerkatzen sind drastisch erhöht, viele von ihnen vegetieren hungrig vor sich hin.

Tierheime mit Streunerproblem konfrontiert

Das Tierheim der "Pfotenhilfe" sei mit diesem Problem nahezu täglich konfrontiert, so Sautner: "Vor allem zwischen März und Oktober werden uns unzählige Katzen gebracht, sehr viele davon sind nicht kastrierte Streuner. Die Tiere sind meist ausgehungert und verwurmt. Sie haben häufig Katzenschnupfen und andere Krankheiten", so Sautner.

Irrtümer rund um die Kastration

Leider ist es vor allem in ländlichen Gegenden immer noch üblich, seine Katzen nicht kastrieren zu lassen. Viele Menschen fühlen sich nicht verantwortlich, andere wollen die Kosten nicht übernehmen oder glauben, dass kastrierte Katzen weniger Mäuse fangen. Diese Annahme ist aber falsch. Übrigens gilt die gesetzliche Kastrationspflicht auch für sogenannte Bauernhofkatzen - mehr dazu in der Infobox.

Streuner im Bezirk Braunau der "Pfotenhilfe" melden

Seit 2012 betreibt der Verein "Pfotenhilfe" in Zusammenarbeit mit dem Land Oberösterreich ein Kastrationsprojekt. "Wenn in Ihrer Nähe im Bezirk Braunau Streunerkatzen leben, melden Sie sich bitte bei der Pfotenhilfe. Wir fangen die Tiere ein, lassen diese kastrieren, medizinisch versorgen und setzen sie danach wieder in ihrem Revier aus", erklärt Sautner. Auf www.pfotenhilfe.org  steht ein Formular zum Download bereit, wenn in Ihrer Gegend Streunerkatzen leben, die kastriert werden müssen.

06.05.2014, 09:05
red
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