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07.12.2016 - 11:48
Foto: thinkstockphotos,de

Ölrausch bedroht Meeresbewohner der Adria

10.09.2013, 12:05
Seit vergangener Woche führt das norwegische Unternehmen Spectrum in der Adria ausgedehnte seismische Tests durch, die bei internationalen Umweltorganisationen auf heftigen Widerstand stossen. OceanCare, Natural Resources Defense Council (NRDC) und die Partner der Kampagne "Silent Oceans" melden Bedenken hinsichtlich der Konsequenzen des extremen Unterwasserlärms an. Es ist davon auszugehen, dass Meeresbewohner dadurch vertrieben, verletzt oder getötet werden können.

Die Organisationen stellen zudem die verfahrenstechnischen Schritte im Vorfeld der Tests in Frage. Die Aktivitäten in Kroatiens Ausschließlicher Wirtschaftszone – betroffen sind rund 35.000 Quadratkilometer Meeresfläche – markieren den Beginn des Runs auf die Öl- und Erdgasvorkommen in der Adria.

Schallwellen bedrohen Lebewesen

Die seismischen Tests sollen Daten zu Öl- und Erdgasvorkommen liefern. Sogenannte Airguns oder Druckluftkanonen sollen über mehrere Wochen hinweg ununterbrochen etwa alle zehn Sekunden Schallwellen von bis zu 240 Dezibel in Richtung Meeresgrund abfeuern. Das bedroht laut Tierschützern Wale und Delfine, aber auch Fischbestände und andere Meeresbewohner akut. Sie würden aus angestammten Lebensräumen vertrieben und riskieren Verletzungen, die zum Tod führen können.

Vorwurf: Aktivitäten nicht ausreichend geprüft

"Extreme Sorge bereiten uns Arten, die in tieferen Gewässern leben. Dazu gehören die äußerst lärmempfindlichen Schnabelwale, Rundkopfdelfine, Streifendelfine und Pottwale. Nicht weniger bedroht werden durch den Lärm der seismischen Untersuchungen jedoch auch die küstennah lebenden Grossen Tümmler. Wir stellen in Frage, ob die Öffentlichkeit hinsichtlich der gefährlichen Vorhaben angemessen angehört worden ist und ob vor diesen überstürzten Aktivitäten wissenschaftlich korrekte Studien zur Umweltverträglichkeit gemacht worden sind", sagt Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare.

Methoden und Technologien veraltet?

"Die Vorkommnisse sind umso irritierender, als die kroatische Regierung in verschiedenen internationalen Gremien für die Einführung von Maßnahmen gestimmt hat, um die Meerestiere vor intensivem Unterwasserlärm zu schützen. Jetzt, da Eigeninteressen im Spiel sind, scheint sich niemand mehr an diese Forderungen zu erinnern", so Lüber weiter. Die Umweltschützer prangern an, dass weder die verträglichsten Methoden noch die hinsichtlich der Lärmemissionen besten verfügbaren Technologien in Kroatien berücksichtigt würden.

Appell an kroatische Regierung

OceanCare appelliert gemeinsam mit NRDC und den Kampagnenpartnern von "Silent Oceans" an die kroatische Regierung, die seismischen Aktivitäten umgehend zu stoppen, die Öffentlichkeit anzuhören, eine Folgenabschätzung durchzuführen und strikte Maßnahmen zur Lärmverminderung anzuordnen. Ein Kurzvideo und weitere Informationen zum Unterwasserlärm finden Sie hier .

Jetzt Protestieren!

Hier  können Sie der kroatischen Regierung eine Protest- Mail senden.

10.09.2013, 12:05
red
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