Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
28.02.2017 - 09:27
Foto: APA/dpa/Andreas Lander

Oberösterreichs Bienenverluste katastrophal hoch

17.04.2015, 10:02
Katastrophal sind die Bienenverluste dieses Winters in Oberösterreich: Im Schnitt 31 Prozent der rund 90.000 Völker, also fast 30.000, sind tot. Das zeigen Rückmeldungen von 98 Imkereivereinen im ganzen Land, so Maximilian Liedlbauer, Präsident des Bienenzüchter-Landesverbandes – siehe Interview.

Vor dem Hintergrund einer Landtagsdebatte über Maßnahmen gegen die Bienenverluste in Oberösterreich wurde am Donnerstag das ganze erschreckende Ausmaß der Tragödie dieses Winters bekannt: 31 Prozent Verlustquote im Durchschnitt sind im Vergleich zu den Quoten der Winter davor – 13,36 Prozent 2013/14 und 14,95 Prozent 2012/13 – eine doppelte Katastrophe, nämlich von Natur und Landwirtschaft gesehen in puncto Bestäubungsleistung und wirtschaftlich für die einzelnen Imker, wie Max Liedlbauer betont.

Grüne wollen bienenverträgliche Bepflanzung

Im Landtag ist zu den beiden Bienen- Initiativen von VP und SP am Donnerstag noch eine von den Grünen dazugekommen: Sie schlagen vor allem artenreiche und bienenverträgliche Bepflanzungen vor, zum Beispiel auf Flächen, die dem Land oder Landesunternehmen gehören, aber auch von Schulen und Gemeinden. "Bienen zählen zu den wertvollsten Tieren für Mensch und Natur", bekräftigt SP- Klubobmann Christian Makor: Er tritt daher vor allem für eine bienenfreundlichere Landwirtschaft ein.

Imker- Präsident Maximilian Liedlbauer zu den Polit- Aktivitäten rund um die Bienen und welche Vorschläge wirklich hilfreich sind.

"Krone": Was halten Sie vom "Polit- Tanz" um die Bienen?
Maximilian Liedlbauer: Es ist schon gut, wenn die Leute aufgerüttelt werden, ich hoffe aber auch, dass das nachhaltig ist. Schließlich sind ja zuletzt auch einige Ergebnisse aus der Wissenschaft über bienenschädliche Stoffe gekommen.

"Krone": 31 Prozent Völkerverlust klingen dramatisch.
Liedlbauer: Das ist der Durchschnittswert der Meldungen. Da sind aber Ortsvereine dabei, die haben jedes zweite Volk verloren. Der höchste gemeldete Wert bisher ist 68 Prozent.

"Krone": Das ist ein Riesenverlust für unsere Natur!
Liedlbauer: Aber auch wirtschaftlich für jeden betroffenen Imker. Wenn Sie jetzt ein Bienenvolk kaufen wollen – Sie kriegen eh keines –, so kostet das 150 bis 200 Euro. Dazu der Honig – 40 Kilo bei guten Bedingungen –, den es ohne das Volk nicht gibt.

"Krone": Und das Hauptproblem ist auch weiterhin die Varroamilbe?
Liedlbauer: Sie kann in den durch Wetter und andere Umwelteinflüsse in den vergangenen eineinhalb Jahren zunehmend geschwächten Beständen stärker zuschlagen, ja.

"Krone": Was würde helfen?
Liedlbauer: Ein Bienengesundheitsprogramm, das wir Imker selbst umsetzen wollen, wir brauchen keinen bürokratischen neuen Bienengesundheitsdienst. Und pflanzliche Artenvielfalt ist besonders wichtig, gerade rund um die Agrar- Monokulturen.

17.04.2015, 10:02
Kronen Zeitung/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Meistgelesen
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum