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08.12.2016 - 03:30

Nun auch in Kärnten schlimmer Fall von "Animal Hoarding"

25.01.2012, 10:59
Ein weiterer dramatischer Fall von "Animal Hoarding", also krankhaftem Tiere-Sammeln, schockiert Tierfreunde. Nahe dem Seebergsattel hielt eine Frau in Kärnten mehr als 40 Hunde unter verheerenden Umständen. Die "Tierecke" hat sich dort umgeschaut – und einen Ort des Schreckens gefunden. Die Behörden reagierten schnell.

"Mir tun die Tiere schrecklich leid. Aber die Frau hat sich als Tierschützerin ausgegeben und ich habe mich auf den Amtstierarzt verlassen", sagte Bad Eisenkappels Bürgermeister Franz Josef Smrtnik. Seit mehr als einem Jahr mussten mehr als 40 Hunde ihr Leben in einem dunklen Nebengebäude und in einem völlig verdreckten Raum fristen. "Sie kommen nie ins Freie", berichteten entsetzte Anrainer der "Krone". Sie versuchten vergeblich, den Tieren zu helfen, und alarmierten dann die "Tierecke".

Helfern bot sich ein trauriges Bild

Bei einem sofortigen Lokalaugenschein am Dienstag gemeinsam mit Tierschutzombudsfrau Ingrid Fischinger bot sich ein trauriges Bild: Hunde bellten und winselten in den Gebäuden, kratzten verzweifelt an Fenstern und Türen. Beim Nebengebäude gab es nur einen winzigen Verschlag – der einzige Weg für einige der Tiere, ins Freie zu gelangen. Sobald sich die Helfer näherten, hüpften die Mischlingshunde verzweifelt hoch.

Die vielen Hunde mussten auf dem Grundstück in einer zentimeterhohen Schicht ihrer eigenen Exkremente hausen. Der Ammoniakgestank in den Räumlichkeiten nahm den Helfern die Luft zum Atmen. Die im Haus eingeschlossenen Tiere hatten kein Wasser, das Wasser für die Tiere in den Nebengebäuden war eingefroren. Einzig die leere Futtersäcke in den Verschlägen deuteten auf eine Versorgung durch die Besitzerin hin. Viele Hunde scheinen das Gebäude nie verlassen zu haben - sie sind nicht an eine Leine gewöhnt und haben zum Teil lange, eingewachsene Krallen.

Hunde wurden noch am Dienstag befreit

Die Behörden reagierten dann schnell. "Wir werden der Frau die Tiere abnehmen und auf ein Halteverbot hinarbeiten", versicherte Verwaltungsdirektor Gerald Friedl von der BH Völkermarkt. Noch am selben Tag rückte die Tierrettung mit drei Autos an. Die Hunde- Gefängnisse mussten zum Teil aufgebrochen werden, nach und nach kamen mehr als 40 Hunde zutage.

Ein Großteil der Tiere konnte ins Tierschutzkompetenzzentrum Kärnten gebracht werden, wo sie bereits am Abend medizinisch versorgt, geimpft, gechippt und gegen Parasiten behandelt wurden. Die "Krone Tierecke" reagierte sofort und spendet zwei Paletten Futter. Die vom Amtstierarzt abgenommenen Tiere werden nun bis zur behördlichen Freigabe verwahrt und sollen dann an gute neue Plätze vermittelt werden, auf denen sie das ihnen geschehene Leid schnell vergessen können.

Tiersammlerin zeigt sich uneinsichtig

Die Besitzerin selbst hatte am Montag fünf Tiere ins Heim gebracht, mit dem Vermerk, dass das alle Hunde wären. "Die weiteren hat sie verschwiegen", so Fischinger. Die Frau versteht die Welt nicht mehr. "Sie ist davon überzeugt, Gutes zu tun. Sie erzählt, dass es sich um ausgesetzte Tiere handle, aber es sind ihre eigenen. Die Welpen verkauft sie, die, die übrig bleiben, werden angehäuft", ist Tierschutzpräsidentin Marina Zuzzi- Krebitz erschüttert. Wir werden versuchen, für alle Hunde gute Plätze zu finden!

In der Infobox findest du einen krone.tv- Beitrag zu einem weiteren schlimmen Fall von Animal Hoarding.

25.01.2012, 10:59
Claudia Terk, Kronen Zeitung/AG
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