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23.01.2017 - 14:34
"Signe" brachte ein gesundes Baby zur Welt.
Foto: BOSF/Vier Pfoten

Nachwuchs in Orang- Utan- Rettungsstation in Borneo

28.04.2015, 08:11
In der Rettungsstation Samboja Lestari betreut die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" gemeinsam mit der "Orangutan Survival Foundation" (BOS F) verletzte, misshandelte oder konfiszierte Orang-Utan-Waisen. Die letzten Lebensräume der Tiere auf Borneo und Sumatra schrumpfen weiterhin dramatisch, der Mensch rodet den Regenwald, um Platz zu schaffen für Palmöl-Plantagen und Kohleminen. In der Orang-Utan-Waldschule werden die Orang-Utans einfühlsam gesund gepflegt und auf ein Leben in Freiheit vorbereitet – ohne sie dabei zu sehr an Menschen zu gewöhnen.

Nun ist einer der "Vier Pfoten"- Schützlinge Mutter geworden. Das Orang- Utan- Weibchen "Signe" – benannt nach der Leiterin des Orang- Utan- Projekts Signe Preuschoft – hat vorige Woche in der Waldschule ein gesundes Baby zur Welt gebracht. Das Geschlecht, so  Primatologin Signe Preuschoft, wisse man noch nicht. "Wir freuen uns, dass die Geburt problemlos verlaufen ist. Signe ist sozusagen eine Teenager- Mutter. Denn normalerweise bekommen Orang- Utans mit rund 14 Jahren ihr erstes Kind, Signe ist aber erst neun."

Foto: BOSF/Vier Pfoten

Zusätzliche Unterstützung für Affen- Mama

Grundsätzlich versorgen sich die Orang- Utans der Waldschule eigenständig mit Nahrung. Um Signe den Start ins Mutter- Dasein etwas zu erleichtern, wird die Affenmama vom Team aber in den ersten Wochen noch mit zusätzlichen Früchten versorgt und täglich beobachtet. Preuschoft: "Wir leisten Unterstützung, wenn nötig, wollen aber Signe prinzipiell dazu animieren, alleine mit ihrem Kind zurechtzukommen. Schließlich bereiten wir sie auf ein Leben in Freiheit vor. Signe wirkt noch geschwächt, ist aber bei gutem Appetit und zeigt sich ihrem Baby gegenüber fürsorglich. Das ist nicht selbstverständlich, da Signe ein Waisenkind ist und Waisen oft selbst keine guten Mütter sind."

Signe soll in Zukunft ausgewildert werden

Signe ist eine der Auswilderungskandidaten der "Vier Pfoten"- Orang- Utan- Akademie, der letzten Ausbildungsstufe der Orang- Utans vor ihrer Auswilderung, in Borneo. Sie kam im Februar 2009 in Samboja an. Davor hatte sie bei einer Familie gelebt, die aber das Interesse an ihr verlor, weil sie zu  "wild" war. Recht bald zeigte sich, dass Signe sehr eigenständig war und sich gut für eine Wiederauswilderung eignete. Sie hatte während ihrer Vorbereitungszeit nie Probleme, Nahrung zu finden.

Probleme mit Verhütungs- Implantat

Nun ist sie der erste Orang- Utan, der ein Kind in der Waldschule zur Welt bringt  – in einem Umfeld, das der freien Wildbahn schon sehr ähnlich ist. Die Schwangerschaft war allerdings nicht geplant: Signe hatte eigentlich ein empfängnisverhütendes Implantat. Preuschoft: "Die Orang- Utans sind allerdings sehr geschickt. Möglicherweise hat sie sich den Fremdkörper selbst entfernt." Neben Signe betreuen Preuschoft und ihr Team auch noch sechs weitere Orang- Utans: "Sri", "Justin", "Ung", "Heli", "Kiki" und "Robert". Sie alle werden Schritt für Schritt, in individuellem Tempo, auf ein Leben in Freiheit vorbereitet.

Eigenständiges "Vier Pfoten"- Projekt geplant

Derzeit planen die "Vier Pfoten" ein eigenständiges Orang- Utan- Projekt, in dem 87.000 Hektar großen Auswilderungswald "Kehje Sewen" der BOS Foundation im indonesischen Teil von Borneo. Preuschoft verbrachte die letzten Monate mit den Vorbereitungen für die neue Orang- Utan- Akademie. Dabei sind vor allem drei Bereiche entscheidend: die Sicherheit des Waldgebiets, der Aufbau eines zuverlässigen Teams von Tierpflegern und die Vorbereitung der Orang- Utans, die die Akademie besuchen werden.

28.04.2015, 08:11
red
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