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10.12.2016 - 06:45
Sohn Nico mit den beiden Familienhunden.
Foto: privat

Nachbar legte Giftköder: Familie kann aufatmen

26.11.2014, 09:57
Glasscherben und eine Wurst versetzt mit Gift fand eine Familie im August und September dieses Jahres in ihrem Garten in Mandling in Salzburg. Die Hundebesitzer erstatteten Anzeige, da sie schon ahnten, dass jemand etwas gegen ihre geliebten Vierbeinern hat. Jetzt konnte der Täter, ein 49-jähriger Nachbar, ausgeforscht werden.

Es war Anfang August, als Peter Peschek Glasscherben in seinem Garten fand. Von der Bahnstrecke, die am Haus vorbeiführt, müssten die spitzen Teile in den Garten geflogen sein, glaubte er damals. Ein Monat später versuchten die beiden Mischlingshunde Maxx (2) und Finn (1,5), die durch Animal Care International  in Mandling ein neues Heim fanden, etwas von der Plane, die den Pool verdeckte, zu fischen.

Köder landeten zufällig auf Pool- Plane

"Meine Frau Dagmar sah, dass es sich um eine Hartwurst handelte. Diese war ausgehöhlt und es klebten rote Körner dran. Ein Glück, dass es auf der Plane gelandet ist und nicht auf der Wiese, sonst hätten es die Hunde sicher gefressen", glaubt Peschek.

Gespräche mit allen Nachbarn - bis auf einen

Ab diesem Zeitpunkt war klar, dass irgendjemand etwas gegen ihre Fellnasen hat. Seit Jänner leben die zwei Vierbeiner gemeinsam bei der Familie. "Sie haben am Anfang sehr viel gebellt, was uns selbst gestört hat. Daher sind wir zur Hundeschule gegangen. Dadurch wurde es sehr viel besser", sagt der Tierliebhaber. Auch mit den Nachbarn sprach er und bat sie, doch einfach Bescheid zu geben, wenn ihnen das Gebelle zu viel wird, damit man reagieren kann. Nur auf einen Mann hatten sie leider vergessen.

Polizei ermittelte wochenlang

Wochenlang haben die Polizisten aus Radstadt ermittelt und immer wieder Bewohner gefragt, bis sie schließlich den Richtigen, einen 49- Jährigen, hatten. Der Mann gab alles zu und entschuldigte sich am Dienstag persönlich. "Es klang sehr ehrlich. Ich glaube auch nicht, dass er das noch einmal macht", sagt Peschek.

"Uns fällt ein Stein vom Herzen"

Der Hundebesitzer möchte sich bei der Polizei bedanken. "Uns fällt ein Stein vom Herzen, dass wir jetzt wieder ohne Bedenken rausgehen können. Vielleicht überlegt sich der eine oder andere Tierhasser, so etwas zu machen. Denn wie man sieht, ermittelt die Polizei und klärt die Fälle auch auf."

Tierschutzverein startete Kampagne

Renate Grell von Animal Care International, die Maxx und Finn zu den Pescheks vermittelt hatte, ist erleichtert - ihre Schützlinge sind nun wieder in Sicherheit. "Ich möchte die 'Krone'- Leser bitte, unsere Kampagne '#wirhandeln' zu unterstützen und damit gemeinsam ein Zeichen für den Auslandstierschutz setzen." Teilen Sie Ihre Geschichte HIER .

26.11.2014, 09:57
Iris Wind, Kronen Zeitung/red
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