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22.01.2017 - 07:53
Foto: SOS Katze

Langsame Erholung für 33 "Animal Hoarding"- Katzen

09.10.2013, 09:00
Es war im April diesen Jahres, als Eva Blümel von der Steirer-"Tierecke" Alarm schlug: 50 Katzen wurden unter unwürdigen Bedingungen in einem "Animal Hoarding"-Haushalt im Murtal gehalten. Gemeinsam mit dem Verein "SOS Katze", dem zuständigen Amtstierarzt und mit Unterstützung der Tierschutzombudsfrau Fiala-Köck konnten 33 der armen Samtpfoten befreit werden - doch wie geht es ihnen heute, mehr als fünf Monate nach der Rettungsaktion?

Völlig verwahrlost und teilweise krank wurden 33 Katzen aus der Obhut einer Steirer Halterin befreit. "Wir waren zu Anfang alle einfach nur froh, dass dies für die Katzen nun den Weg in ein besseres Leben bedeuten würde", erinnert sich Diana Zwickl von der "Krone Tierecke". Niemand konnte damals abschätzen, wie viele Tierarztbesuche und wie viel Pflege nötig sein würden, um die Katzen wieder halbwegs gesund zu pflegen.

Geld- und Futterspenden von der "Krone"

Die "Krone Tierecke" entschied sich umgehend, den Verein "SOS Katze" mit 1.000 Euro sowie Futterspenden im Wert von 2.000 Euro zu unterstützen. Durch die jahrelange schlechte Haltung und die einseitige und mangelhafte Ernährung war die Gesundheit der Katzen schon stark angegriffen - besonders schlecht ging es den älteren Tieren. Denn die Vorbesitzerin hatte sich nicht darum gekümmert, ihre Tiere regelmäßig zum Veterinär zu bringen. Viele der Vierbeiner mussten über Jahre still mit ihren Schmerzen leben.

Besonders schlimme Schicksale

"Besonders traurig machte uns der Fall der armen 'Lara'. Sie hatte eine schlimme eitrige Entzündung beider Ohren, die beide Trommelfelle zerstörte", so Zwickl bestürzt. Zusätzlich litt die Katzendame unter Wucherungen an der Milchleiste - wie lange Lara bereits mit diesen Schmerzen leben musste und wie lange sie in diesem Zustand noch überlebt hätte, kann niemand sagen. "Heute ist Lara dank ihrer Pflegestelle eine gesunde und glückliche Katze."

Tiere suchen tolles Zuhause

Auch "Charly", ein junger Rädertiger, würde wohl heute nicht mehr leben, wäre er nicht aus dem "Animal Hoarding"- Haushalt gerettet worden. Er konnte damals fast keinen beziehungsweise nur wenigen, blutigen Harn absetzen. In einer Not- Operation entfernte man ihm einen riesigen Blasenstein. Charly hat sich gut erholt, wird aber sein Leben lang spezielles Futter brauchen. Übrigens sucht der fröhliche Kater noch nach einem neuen Zuhause.

"Jamie": Rettung in letzter Sekunde

Der kleine "Jamie" (Bild), welcher im Alter von etwa fünf Tagen der letzte Überlebende eines Wurfes war, wurde mit Untertemperatur, völlig dehydriert und apathisch mit nur 88 Gramm übernommen und liebevoll von einer sehr erfahrenen Pflegestelle des Vereins "SOS Katze" aufgepäppelt. Lange Zeit musste um sein Überleben gebangt werden, der kleine Kämpfer hat es letztendlich jedoch geschafft und ist heute ein wunderschöner junger Kater. Sein schwieriger Start ins Leben hat dennoch Spuren hinterlassen: Jamie ist unterentwickelt und hyperaktiv, was an der jahrelangen Inzucht liegen könnte. Er wartet gemeinsam mit seinem Pflegekumpel "Billy" noch auf einen Lebensplatz.

Kaum ein Tier ohne Folgeschäden

Diese drei Katzenschicksale stehen stellvertretend für alle geretteten Katzen. So gut wie keines der Tiere aus dem Murtal ist ohne Folgeschäden davongekommen. Dennoch erfreuen sich die Katzen heute eines besseren Lebens mit tiergerechten Haltungsbedingungen, medizinischer Versorgung und vor allem ganz viel Liebe. Während einige der Katzen aus dem "Animal Hoarding"- Haushalt bereits auf gute und liebevolle neue Plätze vermittelt werden konnten, suchen andere noch ihren Lebensplatz.

Nähere Informationen unter tierecke@kronenzeitung.at  oder auf der Website des Vereins "SOS Katze"  - Geld- und Sachspenden werden weiterhin dringend benötigt.

09.10.2013, 09:00
dez
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