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04.12.2016 - 07:48
Foto: Daniel Zupanc

krone.at auf Sommerbesuch im Tiergarten Schönbrunn

06.07.2015, 11:20
Temperaturen jenseits der 30 Grad treiben den Besuchern des Tiergartens Schönbrunn derzeit den Schweiß auf die Stirn, doch es gibt viel zu sehen im ältesten noch bestehenden Zoo der Welt: Riesenschildkröten, Straußen und Elefanten nehmen Duschen zur Abkühlung, und die Rosaflamingos haben für süßen Nachwuchs gesorgt. krone.at hat die 20 Küken besucht und den "Hitze-Check" bei den Zootieren gemacht.

Im Tiergarten Schönbrunn freut man sich über Nachwuchs bei den Rosaflamingos. Mittlerweile sind bereits 20 Küken geschlüpft, weitere Eier werden noch bebrütet. Zwei Dinge fallen beim ersten Blick ins Gehege sofort auf: Die Vogelkinder stehen in einer Gruppe zusammen und sehen ihren Eltern so gar nicht ähnlich - das Gefieder der Kleinen ist grau. "Es dauert etwa drei Jahre, bis die Federn ihre typische rosarote Färbung erreicht haben", erklärt der zuständige Tierpfleger und Revierleiter Mathias Otto.

Zoo- Flamingos werden "eingefärbt"

Doch so ganz ohne Hilfe geht das nicht, denn die Farbe kommt in freier Wildbahn von winzigen Krebstieren, die von den Flamingos aus dem Wasser gefiltert werden. Da diese Futtertiere bei uns nicht vorkommen, hilt man in Schönbrunn nach: "Es gibt einen speziellen Farbstoff, den wir zusammen mit dem Flamingo- Futter ins Wasser geben", erklärt Otto. Die Küken verlassen sich in punkto Nahrungsaufnahme allerdings noch auf ihre Eltern: Sie werden mit energiereicher Flüssigkeit aus dem Kropf von Mama oder Papa gefüttert. Die "Kinderbetreuung" übernehmen die Flamingos übrigens gemeinsam - der Nachwuchs steht in einer Gruppe zusammen, stets von erwachsenen Tieren beaufsichtigt.

Komplexes Sozialverhalten in der Gruppe

"Flamingos haben tatsächlich ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Elternpaare finden sich und bleiben oft über Jahre zusammen - das möchten wir in Zukunft gerne genauer erforschen", erklärt Tierpfleger Mathias Otto. Nicht alle Küken werden in Schönbrunn bleiben, es gibt Austauschprogramme mit anderen Zoos, um den Genpool bei der Zucht zu erweitern. In freier Natur kommen die Vögel übrigens in einem großen Verbreitungsgebiet vor: Alleine in Europa wird ihr Bestand auf rund 20.000 Brutpaare geschätzt, der Großteil davon lebt in der französischen Camargue.

Die Riesenschildkröte und der Rasensprinkler

Von den hohen Temperaturen lassen sich die Rosaflamingos jedenfalls nicht beeindrucken. Und beim Rundgang durch den Zoo zeigt sich: Auch andere Tiere haben Strategien entwickelt, mit der sommerlichen Hitze umzugehen. So hat Seychellen- Riesenschildkröte "Menschik" beispielsweise den Rasensprinkler für sich entdeckt. "Eigentlich zum Beregnen des Grases in der Anlage gedacht, lässt sich die über 100 Jahre alte Schildkröte gerne das kühle Wasser auf den Panzer rieseln", so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Straußen stecken den Kopf nicht in den Sand

Besonders viel Spaß macht es, den Afrikanischen Straußen beim "Duschen" zuzusehen. Die imposanten Vögel sind ganz aufgeregt, wenn die Tierpfleger den Wasserschlauch auspacken. Schratter: "Die vier Straußen stellen oder legen sich direkt in den Wasserstrahl und halten ganz still. Hin und wieder breiten sie genießerisch die Flügel aus." Nach der Erfrischung folgt ein Sandbad, um ihr Gefieder zu pflegen. Wir nutzen den Interview- Termin zu einer Frage, die uns schon lange beschäftigt: Stecken Straußen wirklich den Kopf in den Sand? "Nein", so Mathias Otto. "Sie flüchten bei Gefahr oder verteidigen sich mit einem gezielten Tritt."

Wasser- und Schlammduschen für die Elefanten

"Wasser marsch!" heißt es auch im Elefantenpark. Die Dickhäuter können weder schwitzen noch hecheln. Ihre großen Ohren dienen als natürliche Klimaanlage, über die sie Wärme abgeben. In Afrika heimisch, kommen die Elefanten natürlich mit weit höheren Temperaturen zurecht. Schratter: "Die Dusche ist für die Elefanten nicht nur Abkühlung, sondern pflegt auch die empfindliche Haut der grauen Riesen." Sauber bleiben die Riesen allerdings nicht lange - frisch geduscht geht es schnurstracks in die Schlammsuhle. "Der Schlamm am Körper wirkt wie eine Sonnencreme und schützt ihre Haut vor zu intensiver Sonneneinstrahlung", so Schratter.

06.07.2015, 11:20
red
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