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25.09.2017 - 23:58
Foto: Schrotter

Krematorium hilft Kindern bei Trauer um ihr Tier

24.01.2014, 09:17
Auch von seinem Haustier soll man sich würdevoll verabschieden dürfen. Sind Kinder im Spiel, wird es für die Eltern oft schwierig. Das Tierkrematorium "Aevum" in der Steiermark bietet Hilfe.

"Drei Jahre ist es her, dass mein Kater von einem Auto angefahren worden und gestorben ist. Meine Tochter war damals zwei Jahre alt und immer so traurig, wenn sie eine Katze gesehen hat. Sie hat nicht verstanden, was geschehen ist, und ich wusste nicht, wie ich es ihr erklären kann", erzählt Christian Schlager vom Tierkrematorium "Aevum" in Gleisdorf in der Steiermark.

Mit der Trauer umgehen

Der Trauer seiner Tochter und seiner Hilflosigkeit wollte er entgegenwirken: Er gibt Kindern nun die Möglichkeit, sich würdevoll von ihren tierischen Freunden zu verabschieden. Mit Kinderpsychologen wurde eine Methode entwickelt, die den Kleinen und ihren Eltern bei der Trauerbewältigung gleichermaßen helfen soll.

Eltern sind oft hilflos

Sie sind in so einer Phase oft hilflos: "Ein vier Jahre altes Mädchen hatte Angst vor dem Schlafen, wachte immer weinend auf. Die verzweifelten Eltern brachten es zum Therapeuten, der Licht in die Sache bringen konnte: Ein halbes Jahr davor war der Hund gestorben, die Eltern erklärten, er wäre eingeschlafen. Seitdem fürchtete das Mädchen, auch für immer einzuschlafen", schildert Schlager.

Zeremonie für den Abschied

Und da muss angesetzt werden: Mitarbeiter des Krematoriums holen das Tier zu Hause ab und überreichen ein Buch, das auf die Verabschiedung vorbereiten soll und kindgerecht erklärt, was passiert ist. Bei der Zeremonie selbst wird der verstorbene Liebling nicht sichtbar mit Blumen, Bildern und Zeichnungen aufgebahrt, und die Familienmitglieder erzählen über ihre Erinnerungen, ehe der Leichnam als symbolisches Abschiednehmen durch ein Portal nach draußen geführt wird. Die Urne wird mit nach Hause genommen. Der Tod soll ja nicht die letzte Erinnerung sein, sondern der Abschied.

24.01.2014, 09:17
Monika Krisper, Kronen Zeitung/red
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