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11.12.2016 - 07:33
Foto: Andreas Kreuzhuber, Markus Tschepp

Königspython vor Einkaufszentrum ausgesetzt

29.04.2013, 07:57
Einen skrupellosen Tierhalter jagt die Polizei derzeit in der Salzburger Stadt St. Johann. Der Unbekannte hatte seinen noch nicht ausgewachsenen Königspython auf den Treppen zum Einkaufszentrum "Stadtgalerie" offenbar ausgesetzt. Trotz des Einsatzes einer Tierärztin konnte die schwer verletzte Schlange nicht mehr gerettet werden.

Die exotische Entdeckung wurde am Samstag um 8 Uhr früh bei den Treppen zum Eingang des Shopping Centers "Stadtgalerie" von einer Verkäuferin gemacht. Diese wollte eigentlich zeitig in ihr Geschäft, um noch Vorbereitungen zu treffen, bevor um 9 Uhr die Kunden kommen. Als sie die Treppen zu ihrem Geschäft erklomm (linkes Bild), blieb die Frau plötzlich wie erstarrt stehen. Eine 80 Zentimeter lange Schlange wand sich vor ihr auf einem Vorsprung. Die Verkäuferin alarmierte sofort die Polizei.

"Tier eingefangen und in Zoohandlung gebracht"

"Wir haben das Tier - es war augenscheinlich verletzt und wehrte sich nicht - eingefangen und in die Zoohandlung gebracht", so ein Beamter der Inspektion in St. Johann. Von dort aus wurde der Pongauer Amtstierarzt Christian Simmerstatter verständigt, der wiederum Reptilienexpertin Eva Haberpeuntner (rechtes Bild) aus der Stadt Salzburg um Hilfe bat.

"Es handelte sich um einen, mit 80 Zentimeter Länge noch nicht ausgewachsenen Königspython. Die werden maximal 1,20 Meter lang. Diese Schlange war in einem sehr schlechten Zustand. Sie hatte etliche tiefe Wunden. Es sah aus, als wären das alles Schnittwunden", berichtet Haberpeuntner.

Bei der Polizei ging man hingegen davon aus, dass eine Katze das Reptil bei einem Abwehrangriff verletzt haben könnte. Die Expertin versorgte zwar die Wunde, dennoch war der Python nicht mehr zu retten. "Schade um das schöne Tier", so Haberpeuntner.

Bereits mehrfach ausgesetzte Schlangen gefunden

Es ist nicht das erste Reptil, das von herzlosen Haltern einfach ausgesetzt wurde. So "fand" ein Mann im vergangenen Juli am Glanufer eine Boa Constrictor, die er mit einem Sack einfing. Er machte einen Riesenwirbel um die gefundene Würgeschlange und wollte, dass sie gut untergebracht wird. Das geschah, sie kam ins Haus der Natur. Wie sich später allerdings herausstellte, war der Finder in Wirklichkeit der Besitzer der Schlange. Die Pflege des Reptils war ihm zu viel geworden.

Im Haus der Natur hatte man vorher schon "Amanada", eine prominente Boa aus Graz, aufgenommen. Die Würgeschlange war bei ihrem Besitzer aus dem Terrarium getürmt und hatte sich tagelang in einer Küchenanrichte verkrochen. Der Mann gab sie ab, auch er war mit der Haltung einfach überfordert gewesen.

"Viele mit Haltung und Pflege überfordert"

"Im Moment hat sich die Lage etwas beruhigt. Wir hatten ja schon Zeiten, da wurden wöchentlich Exoten ausgesetzt. Vielleicht informieren sich die Besitzer mittlerweile besser. Wer sich wirklich etwas daraus macht, der kann in einem Terrarium mit den entsprechenden Lampen, der richtigen Luftfeuchtigkeit, Temperatur und dem passenden Futter Exoten durchaus halbwegs artgerecht halten", sagt Eva Haberpeuntner.

Auch Christian Simmerstatter kennt die Problematik rund um ausgesetzte Exoten: "Das Problem ist, dass man solche Tiere mittlerweile überall kaufen kann. Der Zugang wird also leicht gemacht. Mit der Pflege und Haltung sind aber viele überfordert. Dann werden sie ausgesetzt." Den Besitzern der Tiere droht - sofern sie ausfindig gemacht werden können - jedenfalls eine Anzeige nach dem Tierschutzgesetz.

29.04.2013, 07:57
Manuela Kappes, Kronen Zeitung/red
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