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25.04.2017 - 04:45
Foto: thinkstockphotos.de (Symbolbild)

Jagd mit Galgos soll UNESCO- Kulturerbe werden

18.08.2014, 12:31
Galgos, also Spanische Windhunde, werden in ihrem Herkunftsland zur Hasenjagd eingesetzt. Doch kaum jemand weiß, wie schlecht die meisten dieser Vierbeiner von ihren Haltern behandelt werden. Spanische Tierschützer kämpfen seit Jahren für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Galgos in Spanien - und sind entsetzt, dass die Jagd mit den Hunden jetzt sogar zum UNESCO-Kulturerbe erklärt werden soll.

Galgos sind Jagdhunde - doch in Spanien werden sie alles andere als artgerecht behandelt. Vielmehr werden sie meist wie ein lebloser Arbeitsgegenstand "benutzt", der zwar Leistung bringen soll, aber keine Kosten verursachen darf. Der Verein "Galgo in Not"  berichtet von schlimmen Misshandlungen, die unter Spaniens Hasenjägern gang und gäbe sein sollen.

Nahrungsentzug und Misshandlungen

Um die Galgos auf Schnelligkeit zu trainieren, würden sie hinter Mopeds, Quads und Autos hergezogen, so berichten die Tierschützer. Diese grausame Praxis führe zu schweren Verletzungen. Schwache Tiere würden am Straßenrand einfach zurückgelassen. Viele Jäger fütterten ihre Hunde gar nicht oder nur mit kleinen Mengen Abfällen, altem Brot und schlechtem Fleisch. Misshandlungen stünden oft an der Tagesordnung.

Leben werden grausam ausgelöscht

Besonders schlimm beschreiben die Helfer von "Galgo in Not" das Lebensende vieler Vierbeiner: Oft würden die Hunde erhängt, in Brunnenschächte geworfen, angezündet, zu Tode geprügelt oder mit Säure verätzt - spätestens nach drei Jahren, wenn der ausgemergelte Körper die Arbeitsleistung nicht mehr erbringen kann. Hündinnen würden häufig als "Gebärmaschinen" missbraucht und müssten werfen, so lange sie können.

Proteste gegen Hasenjagd als Kulturerbe

Die spanischen Tierschützer kämpfen seit Jahren für bessere Lebensbedingungen der spanischen Jagdhunde - doch es ist ein Kampf gegen Windmühlen, denn die Jagdlobby ist mächtig. Mit Aufklärungskampagnen in Schulen und Kindergärten wird versucht, die jungen Spanier zum Undenken zu bewegen. Umso größer das Entsetzen unter den Galgo- Freunden, dass die brutale Hasenjagd mit den Hunden als UNESCO- Kulturerbe  eingetragen werden soll. Dafür will der spanische Jagdverband eine Million Unterschriften sammeln. Eine Petition soll die Umsetzung dieser Forderung nun verhindern.

HIER  können Sie die Kampagne der Tierschützer unterstützen - damit die Hasenjagd mit den Galgos nicht zum Kulturerbe erklärt wird.

18.08.2014, 12:31
red
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