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05.12.2016 - 12:59
Foto: Florian Kainz

In Salzburg tobt Polit- Streit um die Wildkorridore

30.06.2014, 08:49
Damit das Wild auch in bewohnten Gebieten wandern kann und somit die Population gesichert ist, will die EU, dass so genannte Grün- oder Wildkorridore ausgewiesen werden. Im Salzburger Oberpinzgau war man in dieser Hinsicht "Einserschüler" und besonders schnell, doch jetzt entwickelt sich das Ganze zu einem handfesten Politstreit.

Der idyllische Oberpinzgau – er ist nicht nur durch den Nationalpark Hohe Tauern Lebensraum für zahlreiche Wildtiere, sondern auch relativ dicht besiedelt. Vor allem im Talboden wurden daher so genannte Grünkorridore ausgewiesen, um den Wildwechsel zu erleichtern. Die Tiere haben es durch Pinzgau- Bahn, Salzach und Bundesstraße ohnehin nicht leicht, von A nach B zu kommen.

Kaum Gespräche mit Grundstücksbesitzern

Mit den betroffenen Grundstücksbesitzern, also mit den Landwirten, hat vor der Verordnung niemand gesprochen, das löste den ersten Aufschrei im Pinzgau aus. Denn es gibt Fälle, in denen liegt der gesamte bäuerliche Betrieb in so einem Korridor. Außerdem warnte die FPÖ- Juristin Mag. Elke Nachtmann, die in der Niedernsiller Gemeindevertretung sitzt, vor weit reichenden Folgen, wenn die Kompetenz, was in diesen Grünkorridoren gemacht werden darf und was nicht, in Richtung Brüssel wandert.

Landwirte sind besorgt

"Die Landwirte sind besorgt und teilweise auch verwirrt, ob und wo sie dann noch Zäune aufstellen oder zum Beispiel ein Austragshaus bauen dürfen", bestätigt "Polzbauer" Sepp Tiefenbacher. In Piesendorf sagte die Gemeindevertretung "Nein" zur Ausweisung dieser Routen, nicht so in vielen anderen Gemeinden.

FPÖ fordert Regionalmanager- Rücktritt

"Das ist nicht zuletzt deswegen so, weil die Bürgermeister schlecht informiert worden sind. Ihnen wurde immer vermittelt, dass sich ohnehin nichts ändert. Aber die genaue Aufklärung und Diskussion wäre die Aufgabe von Regionalmanager Michael Payer gewesen. Ich fordere ihn daher dringend auf, den Hut zu nehmen", so FPÖ- Bezirksparteiobmann Markus Steiner. Das sei auch deswegen nötig, weil die Vertrauensbasis zwischen dem überregionalen Organ und den Bürgermeistern zutiefst erschüttert sei, so die FPÖ.

Niedernsill einstimmig gegen den Korridor

In Niedernsill jedenfalls ist man jetzt um Schadensbegrenzung bemüht und hat vergangene Woche einstimmig beschlossen, dass man auf Gemeindegebiet keinen Grünkorridor haben will. Ob dieser Beschluss Wirkung zeigen kann, wird sich noch herausstellen. "Denn eigentlich ist ja alles schon unterschrieben, und ob wir da zurückrudern können, ist nicht sicher, aber wir versuchen es", sagt Steiner.

30.06.2014, 08:49
Melanie Hutter, Kronen Zeitung/red
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