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06.12.2016 - 04:16
Foto: Vier Pfoten/George Nedelcu

Immer häufiger "Hundemalaria" und "Zeckenfieber"

15.07.2013, 14:26
Die Temperaturschwankungen der letzten Wochen belasten nicht nur den Kreislauf von Mensch und Tier massiv, sondern haben auch zu einer regelrechten Zeckenplage geführt. "In den letzten Wochen kam es zu einem massiven Anstieg von Zeckenbissen bei Hunden und damit einhergehend zu teils lebensbedrohlichen Krankheitsverläufen", berichtet Susanne Hemetsberger, Geschäftsführerin des Österreichischen Tierschutzvereins.

Ungewöhnlich dabei ist der Umstand, dass Hunde vermehrt an der sogenannten Ehrlichiose und Babesiose erkranken. Die von Zecken übertragenen Krankheiten - umgangssprachlich auch "Zeckenfieber" und "Hundemalaria" genannt - waren bisher weniger bei uns, sondern vor allem im Mittelmeerraum verbreitet. "Hundebesitzer müssen sich darauf einstellen, dass diese Krankheitsarten in Zukunft leider auch bei uns vermehrt auftreten werden", ist sich Hemetsberger sicher.

Ehrlichiose - das "Zeckenfieber"

Die Ehrlichiose wird durch Bakterien ausgelöst, die mit dem Zeckenstich übertragen werden. Die Zecke muss mindestens 24 Stunden am Hund saugen, damit es zu einer Infektion kommen kann. Der Hund kommt etwa drei Wochen nach dem Zeckenstich in die akute Krankheitsphase mit wiederkehrendem Fieber, Erbrechen, Atemnot und Schwellung der Lymphknoten.

Erkrankung kann tödlich enden

Auch Nervenstörungen wie Muskelzucken sind nicht selten. Der Hund wirkt apathisch. In Phase zwei ist das Tier dann symptomfrei. Hat sich allerdings der Erreger im Körper des Hundes eingenistet, kommt es zur chronischen Ehrlichiose. Schwere Verläufe führen zu Hirnschäden, Muskelschwund oder Blindheit und schließlich zum Tod des Hundes.

Babesiose - die "Hundemalaria"

Die Babesiose ähnelt in ihrem Verlauf der Malaria und wird von Protozoen ausgelöst, die mit dem Zeckenstich übertragen werden. 12 Stunden muss die Zecke saugen, um Hund oder Mensch zu infizieren. Zwischen dem vierten und dem 21. Tag nach dem Stich setzt hohes, schubartiges Fieber ein.

Ohne Behandlung besteht Lebensgefahr

Von der Krankheit befallene Tiere sind matt, appetitlos und verlieren an Gewicht. In der akuten Phase kann die "Hundemalaria" auch zum Tod des Tieres führen. Im chronischen Stadium der Krankheit treten unter anderem Verdauungs- und Kreislaufstörungen auf. Unbehandelt endet eine Babesiose meist tödlich.

Hunde täglich nach Zecken absuchen!

Der Österreichische Tierschutzverein rät Hundebesitzern, ihre Vierbeiner täglich nach Zecken zu untersuchen. Mit einem Bluttest kann der Tierarzt feststellen, ob Zecken Krankheitserreger übertragen haben. Die Behandlung der Ehrlichiose erfolgt mittels Antibiotika, eine vorbeugende Impfung ist derzeit nicht möglich. Da die Babesiose in diesen Breiten bis dato eher selten auftrat, sind nur wenige Medikamente gegen die "Hundemalaria" zugelassen.

15.07.2013, 14:26
red
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