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25.05.2017 - 19:19
Foto: APA/dpa

Im Gesäuse: Auf Luchs, Wolf und Bär vorbereitet

08.11.2016, 09:55

Der Luchs kommt zurück! In den vergangenen Jahren häufen sich Nachweise der seltenen Wildkatze im Gebiet zwischen Eisenerz und Admont, zuletzt tappte ein Prachtexemplar bei Gstatterboden in die Fotofalle. Um relevante Informationen auszutauschen - vor allem aber, um Problemen vorzubeugen - wurden jetzt in der Region eigene Luchsexperten ausgebildet.

"Luchse galten in Österreich als ausgestorben. In den letzten Jahren häufen sich nun aber wieder Nachweise dieses edlen Wildtieres. Auch in der Steiermark, besonders im Gebiet zwischen Eisenerz und Admont", weiß Alexander Maringer vom Nationalpark Gesäuse. Grund genug, um initiativ zu werden: "Luchse sind zwar im Gegensatz zu Wolf und Bär Kulturflüchter, weshalb es höchst selten zu Konflikten mit Jagd oder Viehwirtschaft kommt. Dennoch wollten wir gut vorbereitet sein", sagt Maringer.

Eigene Ausbildungen zum Thema Luchs

Gemeinsam mit der örtlichen Jägerschaft wurde eine eigene Luchsgruppe gegründet, Berufsjäger der Region ließen sich in den vergangenen Monaten zu Luchsexperten ausbilden. Auch ein spezielles "Risse- Seminar" wurde kürzlich absolviert: "Dabei haben wir gelernt, wie man überhaupt zuordnen kann, dass ein Luchs zugeschlagen hat. Auch das Lesen von Fährten stand auf dem Programm", erzählt Alexander Maringer.

Kehren die drei großen Räuber wieder zurück?

Für den Experten steht jedenfalls fest, dass man mit den drei großen Räubern Bär, Wolf und Luchs heute jederzeit rechnen muss. Dennoch bestehe keinerlei Grund zur Panik: "Ich halte es für unwahrscheinlich, dass es schon bald zu vermehrten Auftritten kommen wird. Zudem zieht der Luchs ja ständig weiter, sein Revier ist bis zu 100 Quadratkilometer groß. Kann er die Beutetiere nicht mehr überraschen, macht er sich auf die Weiterreise", weiß Aufsichtsjäger Manfred Blümel.

08.11.2016, 09:55
Barbara Winkler, Kronen Zeitung/red
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