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08.12.2016 - 17:25
Dieses Foto stammt aus einem Geschäft in Österreich.
Foto: Vier Pfotem/2015

Gemeinsamer Kampf: Keine Welpen im Zoofachhandel!

05.02.2016, 08:33

Der "Krone"- Artikel rund um den Verkauf von Welpen in Zoohandlungen und die Haltung der verschiedenen politischen Parteien zu diesem Thema hat große Wellen geschlagen und die Diskussion neu angefacht. Zahlreiche Leser meldeten sich zum Thema, fast ausschließlich sprachen sie sich gegen den Welpenverkauf in den Geschäften aus. Die "Vier Pfoten" starteten eine Petition und schließen sich der Forderung an.

Tierschützer und Tierfreunde schließen sich zusammen im Kampf gegen den Verkauf von Hunde- und Katzenwelpen in Tierhandlungen: Die "Vier Pfoten" erstellten eine neue Petition , die an die zuständige Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser appelliert, das Verkaufsverbot wieder einzuführen.

Aufhebung des Verbotes schockte Tierfreunde

Ursprünglich hatte das 2005 in Österreich in Kraft getretene Bundestierschutzgesetz den Verkauf von Hunde- und Katzenwelpen im Zoofachhandel verboten. Aus gutem Grund:  Die mitunter wochenlange Zurschaustellung in tristen Verkaufsräumlichkeiten bedeutet eine extreme Belastung für die Tiere. Indra Kley von den "Vier Pfoten": "Zum Entsetzen vieler Tierschutzorganisationen wurde das Verbot 2008 wieder gekippt und der Verkauf unter bestimmten Auflagen, wie etwa regelmäßigen Kontrollen, wieder erlaubt."

Wochenlang isoliert in der Prägephase

Verkaufsräumlichkeiten ohne Frischluft und natürliches Licht sind zum einen kein artgemäßes Zuhause für einen Welpen. Gerade in der wichtigen Prägephase sind die Tiere wochenlang in strukturlosen Abteilen vollkommen isoliert von wichtigen Bezugspersonen. Zum anderen entscheiden sich potenzielle Käufer oft aus einem Impuls heraus und kaufen ein Tier völlig unüberlegt. Auch wird - anders als im Tierheim oder beim Züchter - nicht darauf geachtet, ob Mensch und Tier überhaupt zusammenpassen, geschweige denn das neue Zuhause überhaupt für ein Tier geeignet ist.

Illegaler Welpenhandel durch Zoofachhandel eher unterstützt statt behindert

Ein weiterer Grund für ein Verbot ist die oft zweifelhafte Herkunft der Welpen. Sie stammen nicht von verantwortungsvollen Züchtern aus Österreich, sondern werden größtenteils aus dem Ausland bezogen. Angaben zu Herkunft und Gesundheitszustand entsprechen nicht immer der Realität. "Immer wieder erreichen uns Anrufe besorgter Käufer, deren Tiere bereits nach kurzer Zeit gesundheitliche Probleme aufweisen", sagt Kley. "Es ist daher leider nicht auszuschließen, dass man in Zoofachhandlungen völlig legal Welpen kaufen kann, die aus fragwürdigen Quellen stammen."

Regelung stoppt die Welpenmafia nicht

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass der Verkauf von Welpen in Zoofachhandlungen den unkontrollierten Welpenhandel nicht - wie 2008 angenommen - in geordnete Bahnen lenken kann. Indra Kley: "Der unseriöse Handel mit Welpen boomt, immer wieder werden kranke Tiere zu billigen Preisen im Internet angeboten. Die Tiere werden auf der Straße oder in Privatwohnungen mit gefälschten Papieren übergeben. Das zeigt, dass die Rücknahme des Verbots keine geeignete Lösung für den illegalen Welpenhandel war. Im Gegenteil, durch den Verkauf im Zoofachhandel wurde ein weiteres Tierschutzproblem geschaffen."

"Unterschreiben Sie bitte die Petition!"

"Gemeinsam fordern wir alle Tierliebhaber auf, diese Petition zu unterschreiben", so "Krone"- Tierexpertin Maggie Entenfellner. "Wir bekommen fast täglich Anfragen von Menschen, die sich spontan zum Kauf in einer Zoohandlung verleiten haben lassen. Viele von ihnen wollen ihr Tier entweder schnell wieder loswerden oder fragen nach finanzieller Unterstützung, weil die Kleinen plötzlich schwere Krankheitssymptome zeigen und die tierärztliche Behandlung so teuer ist", erzählt Maggie Entenfellner aus dem "Krone Tierecke"- Alltag. "Wir haben uns aber schon vor einiger Zeit dagegen entschieden, Welpenkäufe in Tierhandlungen oder von dubiosen Händlern mit unseren ohnehin knappen Spendengeld zu unterstützen."

HIER  können Sie die Petition unterschreiben!

05.02.2016, 08:33
red
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