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05.12.2016 - 13:44
Kater "Max" fühlte sich bei den Fialas sichtlich wohl.
Foto: Familie Fiala

Familie kämpft um das "Sorgerecht" für Fundkater

29.08.2014, 14:11
Es ist ein "Sorgerechtsstreit" wie aus einem schlechten Film, der seit der vergangenen Woche rund um den Kater "Max" aus Niederösterreich tobt. Der Stubentiger kam vor fünf Jahren als Fundtier zu Familie Fiala, wurde ihr jedoch jetzt ausgerechnet vom jenem Tierschutzverein weggenommen, der den Kater ursprünglich an eine Nachbarin vermittelt hatte. Auch wenn der Verein das Recht auf seiner Seite hat - das Wohl von Kater Max scheint keine Rolle zu spielen.

Erst kam er nur im Garten zum Futter, doch dann zog Kater Max nach und nach bei der Familie Fiala  aus Breitenfurt ein und fühlte sich fünf Jahre lang wohl in seinem neuen Zuhause. "Als der Kater bei uns aufgetaucht ist, haben meine Eltern in der Umgebung Zettel aufgehängt. Dass man gesetzlich verpflichtet ist, den Fund eines Tieres zu melden, wussten wir alle nicht", so Iris Fiala zu krone.at.

Nach fünf Jahren wurde der Chip ausgelesen

Fünf Jahre später wurde der mittlerweile achtjährige Stubentiger plötzlich krank - die Fialas brachten ihren Liebling in die Praxis von Tierärztin Dr. Wolf. Dort konnte ein Mikrochip ausgelesen werden - Max war tatsächlich auf eine Dame in der unmittelbaren Nachbarschaft registriert. Iris Fiala: "Meine Mutter wollte ihr natürlich sagen, dass sie sich keine Sorgen mehr machen muss, weil es Max gutgeht und er seit fünf Jahren bei uns lebt."

Aussage steht gegen Aussage

Über das Aufeinandertreffen der beiden Frauen gibt es unterschiedliche Auffassungen: Die Vorbesitzerin Sabine K., die Max damals vom Tierschutzverein Bubastis vermittelt bekam und bei der er vor seinem Verschwinden nur zwei Tage verbracht hatte, beschreibt die Begegnung so: "Frau Fiala forderte Geld für die Verpflegung von Max und wollte mir den Kater einfach so vor die Türe stellen. Ich kann ihn aber nicht nehmen, weil mein Kater keinen zweiten akzeptieren würde." Das streiten die Fialas freilich ab - man habe nie beabsichtigt, Max einfach zurückzulassen.

Eskalation in der Tierarztpraxis

In der Praxis von Tierärztin Dr. Wolf kam es schließlich zur Eskalation: Frau K., die zwischenzeitlich die Polizei verständigt hatte, tauchte mit zwei Mitarbeitern des Tierschutzvereins Bubastis  auf, um Kater Max nach einer Operation abzuholen. Denn das Eigentum am Stubentiger liegt laut Schutzvertrag nach wie vor beim Verein. "Beide Parteien haben bei mir zu streiten begonnen, insgesamt war die Polizei zwei Mal da", erinnert sich Veterinärin Dr. Wolf.

Tierschutzverein nahm frisch operierten Kater mit

Schließlich nahmen die Helfer von Bubastis den gesundheitlich angeschlagenen Max mit, zurück blieb die am Boden zerstörte Familie Fiala mit der Rechnung. Zahlreiche Anrufe beim Verein verliefen ohne Ergebnis, das Tier bleibt verschwunden. Auch für die "Krone" war Bubastis tagelang nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Warum Kater Max nicht zurück zu den Fialas darf, bleibt unverständlich. Eine verzweifelte Iris Fiala: "Warum macht man nicht einfach eine Vorkontrolle bei uns? Wenn man dann entscheidet, dass er nicht mehr zu uns darf, gut - aber einfach so nein zu sagen?"

Mantel des Schweigens seitens Bubastis

Der Tierschutzverein Bubastis hüllt sich über seine Gründe weiterhin in Schweigen. Kater Max sei es bei den Fialas nicht gut gegangen, er sei voller Milben und Flöhe gewesen, gibt man an. Dies bestreitet Tierärztin Wolf jedoch: "Dort hat alles gepasst, sie haben sich wirklich um das Tier gekümmert." Auch die Behauptung, Max hätte bei den Fialas draußen leben müssen, kann anhand von Fotos leicht widerlegt werden.

Tierecke: "Uns geht es um das Wohl des Katers"

"Wer hier im Streit was gesagt hat, können und wollen wir nicht beurteilen", stellt "Krone"- Tierexpertin Maggie Entenfellner fest. "Uns geht es nur um das Wohl des Katers. Jede Woche stellen wir so viele heimatlose Stubentiger in unserer Tierecke vor, und einer, der bereits ein tolles Platzerl hätte, darf nicht mehr zu seiner Familie!" Zurück bleibt ein schaler Nachgeschmack und das Gefühl, dass "im Recht sein" sich manchmal doch einfach nur falsch anfühlt...

Wie Sie richtig handeln, wenn Ihnen eine Katze zuläuft, können Sie HIER  nachlesen.

29.08.2014, 14:11
red
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