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27.07.2017 - 10:56
Foto: thinkstockphotos.de

Das sollten Sie zum Valentinstag nicht verschenken

11.02.2016, 10:15

Am 14. Februar ist wieder Valentinstag, und dem Handel stehen umsatzstarke Tage bevor. Damit am Tag der Liebe auch auf die Tierliebe nicht vergessen wird, hat die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" eine Liste mit fünf Geschenken zusammengestellt, auf die aufmerksame Verbraucher lieber verzichten. "Wir wollen all jenen eine kleine Orientierungshilfe geben, denen es nicht egal ist, ob Tiere unnötig leiden", erklärt Indra Kley, Leiterin des Österreich- Büros der "Vier Pfoten".

  1. Backwaren mit verarbeiteten Eiern aus Käfighaltung
    Während es die Kennzeichnungspflicht bei frischen Eiern Konsumenten erlaubt, sich bewusst für eine tiergerechte Produktion zu entscheiden, ist dies bei verarbeitenden Eiern oft nicht möglich. Für Produkte wie Süßigkeiten oder Backwaren verwenden zahlreiche Nahrungsmittelproduzenten nach wie vor (importierte) Käfigeier. "Erkundigen Sie sich beim Hersteller direkt, welche Eier er verwendet", empfiehlt Kley. "Manche Produzenten geben die Herkunft der Eier auch auf den Verpackungen an. Es gibt auch eifreie Alternativen. Oder man bäckt überhaupt selbst und verwendet dabei Eier aus biologischer Freilandhaltung."

    Eine Petition für die verpflichtende Kennzeichnung auch für verarbeitete Eier finden Sie unter www.vier- pfoten.at/käfigeifrei  .
  2. Schokoladeprodukte mit Palmöl
    Schokolade ist ein Klassiker zum Valentinstag. Aber Vorsicht: In vielen Produkten steckt leider Palmöl. Die Herstellung von Palmöl bringt die Abholzung der Regenwälder mit sich und ist somit ökologisch extrem problematisch. Und sie hat in weiterer Folge für die in den Regenwäldern lebenden Orang- Utans katastrophale Auswirkungen, da diese ihren Lebensraum verlieren. "Daher macht es wirklich Sinn, bei Palmöl vorsichtig zu sein", erklärt Kley. "Es gibt auch eigens zertifizierte Produkte, bei denen nachhaltiges Palmöl verwendet wird."
  3. Lebende Tiere
    Leider werden zum Valentinstag auch immer wieder lebende Tiere verschenkt. Auch wenn die Freude zunächst groß ist, fallen viele Tiere ihren neuen Besitzern schnell zur Last. Da sie vom Umtausch ausgeschlossen sind, landen jedes Jahr Tausende Vierbeiner in Tierheimen oder auf der Straße. Indra Kley appelliert daher an die Verantwortung jedes Einzelnen: "Wer ein Tier verschenkt, verschenkt ein Leben", sagt sie.
  4. An Tieren getestete Kosmetika

    Zwar dürfen eigentlich innerhalb der EU keine Kosmetika verkauft werden, deren Inhaltsstoffe an Tieren getestet wurden. Allerdings werden viele dieser Inhaltstoffe leider auch in der chemischen Industrie verwendet - etwa für Reinigungsmittel - und nach wie vor getestet. Die "Vier Pfoten" fehlen daher, sich unbedingt an Labels zu halten, die eine tierversuchsfreie Produktion garantieren: "Das ist zum Beispiel das bekannte springende Kaninchen des Humane Cosmetics Standard oder die Veganblume. Auch das Logo des Deutschen Tierschutzbundes auf den Produkten, ein Kaninchen mit einer schützenden Hand, steht für tierversuchsfreie Kosmetik, ebenso wie das Siegel für Kontrollierte Natur- Kosmetik."

  5. Pelz

    Auch wenn sich der Pelz nun, anders als früher, nicht mehr unbedingt als klassischer Mantel zeigt, sondern immer öfters als Besatz etwa an Krägen oder als Bommel an Hauben, müssen Tiere weiterhin unter grausamsten Bedingungen leben und sterben. Das Tragen von Pelz ist in den letzten Jahren leider wieder salonfähig geworden. Kley: "Nur für die Eitelkeit der Leute müssen Pelztiere unter schrecklichen Bedingungen ihr Leben lassen. Diese grausame Wahrheit verdrängen viele aber nach wie vor." Eine Liste aller Mitglieder des "Fur Free Retailer Programs" können Sie HIER  einsehen.

11.02.2016, 10:15
red
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